Wünsch Dir was: Holunderblütengelee, goldig, knallorange oder beschwipst?

Jedes Jahr im Mai verströmen Holunderblüten wieder ihren betörenden Duft. Sie eignen sich nicht nur für hausgemachten Sirup, sie ergeben auch ein tolles Frühstücksgelee.

Wünsch Dir was: Holunderblütengelee, goldig, knallorange oder beschwipst?
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Nicole Stich

 

Zumindest hier im Süden können wir uns dieses Jahr wirklich nicht über das Wetter beklagen, die aktuellen Temperaturen erinnern fast schon ein wenig an Hochsommer. Alles grünt und blüht um die Wette, vieles ist sogar ein wenig früher dran als sonst. Wäre da nicht die Landwirtschaft, der der mangelnde Regen bereits ernste Probleme bereitet, es wäre ein Frühjahr wie aus dem Bilderbuch. 

 

Für mich untrennbar mit dem Monat Mai verbunden: Spargel, die ersten deutschen Erdbeeren und natürlich Holunderblüten. Wer nun glaubt, Holunderblüten ließen sich nur im Wald oder in ländlicher Gegend finden, der irrt. Sogar in unserem Münchner Stadtteil findet man unzählige Holunderbüsche, entweder in kleinen Gärten der Hinterhöfen oder entlang der Isar im Englischen Garten (Holunder in unmittelbarer Straßennähe sollte man dagegen wegen etwaiger Schadstoffe meiden). Meine Ernteausrüstung besteht üblicherweise aus einem großen, mit einem Geschirrtuch ausgelegtem Korb sowie einer Küchenschere – damit lassen sich die großen Blütendolden am besten ernten. Blütendolden, die erkennbar mit Läusen oder anderem Ungeziefer besetzt sind, werden erst gar nicht abgeschnitten. 

 

Aus diesen Blüten gekochter Sirup schmeckt unvergleichlich besser als gekaufter, außerdem ist er wichtiger Bestandteil des Hugos, ein erfrischender Sommerdrink (bestehend aus Holunderblütensirup, Prosecco, Mineralwasser, Minze und Eis), der sich gerade anschickt, den allgegenwärtigen Sprizz in den Straßencafes abzulösen. Aber Holunderblüten lassen sich nicht nur für Sirup verwenden! Meine neueste Leidenschaft ist Gelee aus Holunderblüten, das auch noch wunderbar wandelbar ist. Dazu lässt man die Blüten über Nacht in Wasser (wahlweise auch mit Apfelsaft oder Weißwein gemischt) ziehen und kocht die aromatisierte Flüssigkeit mit Zitronensaft und Gelierzucker ein. Wer dem goldfarbenen Gelee einen leuchtend rot-orangen Farbton verpassen möchte, der kann noch ein paar angedrückte Himbeeren darin mitziehen lassen. 

 

Das fertige Gelee schmeckt nicht nur fantastisch auf Frühstücksbrötchen und Toast, ein, zwei Löffel davon unter (selbstgemachten) Jogurt gerührt sind einfach ein Gedicht! 

 

Und was bereitet Ihr aus den aromatischen Blüten zu? Hier geht’s zum Rezept für Holunderblütengelee.

 

 

Holler...ich mach Hollerblütensirup (bisher 8 l, 4 müssen noch ziehen und zwei weitere liter sind angesetzt. außerdem ziehen gerade 2,5 l für Gelee! mit Apfelsaft. ich liebe es!

ich mach HOllerblütensirup (bisher 8 l, vier Liter müssen noch ziehen, weitere zwei sind angesetzt und außerdem Gelee, auch schon zum Ziehen angesetzt. Kommt darauf an ob und wieviel ich noch finde. Auch in Dortmund gibt es überall welchen! Mit und ohne Läuse! Gruß nach München!

 

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