Piroggen – 8 leckere Rezepte

Nicht nur die Polen lieben ihre Piroggen, sondern auch wir! Die leckeren Teigtaschen mit ihren vielfältigen deftigen und süßen Füllungen sind schneller weggefuttert als uns lieb ist. Hast du Lust, diese leckeren 'Pierogi' einmal selber zu machen? Wir zeigen dir Schritt für Schritt, wie es geht.

Was sind Piroggen?

Klären wir erstmal die wichtigste Frage: Um was handelt es sich bei Piroggen überhaupt? Piroggen sind gefüllte Teigtaschen, die sich im osteuropäischen Raum großer Beliebtheit erfreuen. Der Teig besteht meist aus Nudel-, Blätter- oder Hefeteig, während die Zubereitung und die Füllungen je nach Land und Region variieren können. In Deutschland kommen sie der Maultasche noch am nächsten, allerdings sind Piroggen meist deutlich kleiner und werden gerne in dekorative Halbmonde geformt. 

Hierzulande sind die polnischen Piroggen (auch 'Pierogi' genannt) am bekanntesten. Sie werden klassisch mit Kartoffeln und Quark gefüllt, andere beliebte Füllungen sind Hackfleisch, Spinat, Sauerkraut, Käse oder Pilze. Die polnische Teigtaschen-Variante wird gerne mit saurer Sahne und gebratenen Zwiebeln als Hauptspeise, zu Festen oder (süß gefüllt) als Dessert serviert.

Piroggen selber machen – Grundrezept

Kein Wunder, dass Piroggen in der polnischen Küche zu den absoluten Exportschlagern zählen: Sie lassen sich prima vorbereiten, benötigen wenige Zutaten und können ganz nach eigenem Gusto befüllt werden. Worauf warten wir noch? Legen wir los! Piroggen-Teig herstellen Erster Schritt auf dem Weg zu leckeren Pierogi ist die Herstellung eines Teiges. Ähnlich wie bei Spätzleteig benötigst du für den polnischen Klassiker folgende Zutaten:

  • 300 g Mehl
  • 1 TL Salz
  • 2 Eier (Größe M)
  • 2 EL Pflanzenöl (bspw. Sonnenblumenöl)
  • 5 EL lauwarmes Wasser

Zuerst vermengst du Mehl und Salz in einer Schüssel. Anschließend rührst du die Eier, das Öl und das Wasser unter und knetest so lange, bis der Teig schön glatt und geschmeidig wird.

Tipp: Bevor du ihn weiter verarbeitest, solltest du ihn abgedeckt bei Zimmertemperatur ca. 30-40 Minuten ruhen lassen.

Piroggen füllen

Während der Teig ruht, kannst du dich an deine Füllung machen. Ähnlich wie bei Ravioli, Tortellini oder Maultaschen ist alles erlaubt, worauf du Appetit hast: Ob Sauerkraut, Pilze, Zwiebeln, Kürbis- oder Kartoffelpüree, Käse, Hackfleisch, Rahmspinat, Lauch oder ein Mix aus allem – lass dich von unseren leckeren Piroggen-Rezepten inspirieren! Wie wäre es z. B. mit Sauerkraut- oder Gemüsepiroggen, russischen Piroschki mit Quark oder eine vegane Variante?

Falls du dir eine eigene Piroggenfüllung zusammenrührst, achte darauf, dass die Konsistenz nicht zu flüssig ist, sonst wird das Befüllen später knifflig. Im Notfall kannst du etwas Quark unterrühren, um die Masse etwas anzudicken. Lebensmittel, die man nicht roh verzehren kann oder sollte (z. B. Fleisch, Kartoffeln oder Kürbis), brätst du vorher in einer Pfanne an oder garst sie in kochendem Wasser, bevor du sie unter die übrigen Zutaten rührst. 

Piroggen formen

Ist alles so weit vorbereitet, rollst du den Piroggenteig ca. 2-3 mm dick aus und stichst mithilfe eines Förmchens oder einem Trinkglas handflächengroße Kreise aus. Verteile jeweils 1 Teelöffel der Füllung auf der unteren Hälfte der ausgestochenen Kreise. 

Befeuchte die Ränder der Teigkreise leicht mit Wasser und klappe die obere Hälfte zu einem Halbmond herunter. Jetzt kannst du die Ränder mit den Fingern oder einer Gabel andrücken.

Tipp: Die ungekochten Pierogi lassen sich ohne Probleme einfrieren. Es lohnt sich also, eine Portion mehr vorzubereiten – so sparst du dir beim nächsten Mal viel Arbeit.

Piroggen kochen

Nach getaner Arbeit werden deine Teigtaschen wenige Minuten in einem großen Topf mit kochendem Salzwasser gegart. Sie sind fertig, wenn sie an der Wasseroberfläche schwimmen und können mit einer Schöpfkelle herausgenommen werden.

Tipp: Am besten auf Küchenpapier abtropfen lassen. Zum Schluss die Pierogi mit etwas zerlassener Butter und Zwiebeln in einer Pfanne anbraten und servieren.

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