Blutwurst

Die einen mögen sie gar nicht, die anderen lieben sie: Blutwurst gibt es in allen Herren Länder in unglaublicher Vielfalt.

Blutwurst

Herstellung:

Hätten Sie´s gedacht? Blutwürste sind nahezu genauso verbreitet und beliebt wie Salami! Es gibt sie in schier unglaublicher Vielfalt, mal mit gekochtem Fleisch, Schwarten und Innereien – überwiegend vom Schwein – als Einlage, mal mit Getreide wie Hafer- oder Weidengrütze, mit Brot oder Reis gelockert, mit Milch oder Sahne zubereitet und mit Paprika, Zwiebeln und Kräutern gewürzt. Der wichtigste "Grundstoff" jedoch ist Schweineblut, und fast immer gehört Speck ins Brät, mehr oder weniger fein gewürfelt.

Als Hüllen werden Natur- oder Kunstdärme verwendet, oder auch, etwa bei regionalen deutschen Blutwurstspezialitäten wie dem schwarzen Pressack oder roten Schwartenmagen, Schweinemägen. Manche "Hausmacher" Blutwurstsorte wird in Gläsern oder Dosen konserviert.
In jedem Fall jedoch muss das Brät gegart werden, was im siedenden Wasser zwischen 20 Minuten und 1 Stunde dauern kann. In Därme gefüllte Blutwurst lässt sich darüber hinaus nach dem Garen trocknen und räuchern.

Einkauf, Aufbewahrung:
Blutwurst kauft man am besten beim Metzger seines Vertrauens. Frische Blutwurst ist im Kühlschrank gut 2-3 Tage haltbar. Geöffnete Blutwurst aus dem Glas (Deckel wieder gut verschließen) ca. 1 Woche. Geräucherte Blutwurst kann man mindestens 14 Tage aufbewahren, oft länger.

Verwendung:

Die deftige Blutwurst schmeckt nicht nur kalt zur Brotzeit, sondern auch warm: in vielen Gegenden Deutschlands oder Frankreichs gebraten oder gekocht, etwa als Bestandteil einer Schlachtplatte – zu der dann oft auch Sauerkraut gehört –, in Spanien im asturischen Bohnentopf "Fabada", in Blätterteig gebacken im Elsass oder im Nudelteig als eine Art Ravioli in Süddeutschland und Tirol. In Spanien sind sogar süße Blutwurstsorten zu finden, etwa die geräucherte galizische Morcilla mit Zucker, Rosinen, Nüssen und Pinienkernen.

Blutwurstsorten:

Flönz: Eine schwach geräucherte Blutwurst aus Köln mit hellem Brät und relativ kleinen Speckstücken.
Budeng: kleine, zu Ringen gebundene Blutwürste aus dem Saarland. Hell, wenige Speckstücke, weich.
Black Pudding: Eine sehr dunkle Blutwurst aus Nordengland. Sie wird mit Hafermehl und -grütze hergestellt.
Boudin Noir: Die französische Blutwurst gibt es in ungezählten regionalen Varianten: als abgebundene Würste, aber auch als "Meterwurst" am Stück, mit unterschiedlichen Gewürzen und Zutaten, mehr oder weniger stark geräuchert.
Morcilla de Arroz: Kleine Blutwürste aus Spanien. Getrocknet, mit gekochtem Reis gelockert.
Morcilla Asturiana: Eine geräucherte spanische Blutwurst mit großen Speckstücken, mit Paprika gewürzt.
Morcilla Jabugo: Eine Spezialität aus Andalusien. Scharf gewürzt mit Paprika, schwach geräuchert.
Morcilla Murciana: Wird sehr pikant gewürzt und weist grobes Brät auf. Man verzehrt sie meist warm.

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