Welcher Schweinebraten ist der beste?

Ich mag am liebsten den nach italienischer Art mit einer leckeren Kruste aus Zitronenschale, Rosmarin, Knoblauch, Nelken und Fenchelsamen. Und Ihr?

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Kommentare
Wackelpeter

Eliza
Der von Oma

Fast 20 Jahre hat´s gedauert, bis ich den Schweinebraten so hinbekommen hab, wie früher meine Oma. Gott sei Dank hatte ich in dieser langen Zeit immer geduldige und zufriedene Testesser (sie hatten ja keinen Vergleich)! Lange hab ich mich mit Zwiebeln, Karotten und anderem Wurzelwerk herumgeschlagen, die Ofentemperatur zu hoch eingestellt und auch zu kleine Fleischstücke verwendet. Das Fleisch war nicht so, wie bei Oma und die Soße erst recht nicht. Irgendwann hab ich dann das ganze "Gemüse" weggelassen, weil ich keine Zeit zum Putzen hatte, den 2,5 kg schweren Braten (Hals) nur mit Salz, Pfeffer, Knoblauch und Kümmel gewürzt, angebraten, mit Brühe aufgegossen, bie 130 Grad in den Ofen geschoben und ohne groß nachzuschauen fast 4 Stunden dringelassen. Das roch dann plötzlich so wie früher am Sonntag bei Oma, und es schmeckte fast auch schon so. In der Zwischenzeit schmeckt´s wirklich so wie bei Oma und ich laß Schinkenstücke weg, weil die - wie auch immer - bei mir hart werden. Am besten gelingen mir zart durchwachsene große Halsstücke oder (man möge mir verzeihen) Stücke vom Spanferkel. Semmelknödel dazu sind "himmlisch" und das ganze führt uns nach dem Verzehr unweigerlich zum Verdauungsschläfchen auf die Couch!

Ananasbelle
Hals oder Schulter?

Gute Frage, Wackelpeter. Aber vor den Gewürzen frage ich mich: Will ich Schulter mit knuspriger Kruste, aber nicht so zartem Fleisch - oder Schweinenacken ohne Kruste, aber saftiger? Ich mag wie Eliza lieber Nacken und werde dieses sehr gut klingende Rezept sicher ausprobieren, danke fürs Teilen.

Marie
Italienisch und Bayrisch

Hallo Wackelpeter, ich finde sowohl den bayrischen als auch den Schweinbraten nach italienischer Art gut. Kommt drauf an, wer ihn macht. Ich selber mach' lieber den italienischen. Dazu nehme ich Schweinenacken, diverse Kräuter, Knoblauch, Zitronenschale, gehackte Pinienkerne und Olivenöl. Zum Begießen nehme ich kräftigen, säurehaltigen Weißwein. Je niedriger die Brattemperatur (130-140 Grad) ist, desto zarter und saftiger ist der fertige Braten (bei guter Ausgangsware). Und wenn ich ganz viel Zeit habe, setze ich den Braten auf kleine geschälte Kartoffeln. Die schmecken in dem Bratensaft gegart richtig klasse zum Fleisch.

Doch trotz der italienischen Variante finde ich einen bayrischen Schweinebraten mit Semmelknödeln auch nicht zu verachten. Obwohl die Schulterstücke selbst bei niedriger Brattemperatur nie so saftig sind wie die Nackenstücke. Aber dafür hat man mit ein bisschen Glück eine schöne Kruste. Was ich allerdings nicht mehr mache, ist das Fleisch mit Bier zu begießen. Das gebe ich allerhöchstens noch zum Abschmecken der fast fertigen Sauce dazu. Die ist mir sonst immer zu bitter.

Jetzt kriege ich richtig Lust, mal wieder einen Schweinebraten zu machen. Vielleicht lade ich ein paar Freunde dazu ein - dann kann ich ein größeres Stück Fleisch nehmen, und das gelingt  ja immer besser.

Resi Schmelz
Rezept?

Die Gewürze für den italiensichen Schweinbraten klingen sehr verlockend. Gibt es dazu vielleicht ein ausführliches Rezept?

Wackelpeter
@Resi

Schau mal hier, der kommt meiner Variante ziemlich nahe ... Ich steche zusätzlich das Fleisch vor dem Einreiben mit einem spitzen Messer ein und fülle die entstehenden Löcher mit der Gewürzmischung auf. So wird das Fleisch noch ein bisschen aromatischer ... 

Chiemgauer1903
Machs mal auf unsere Art

Hallo Ihr Schweinsbratenliebhaber!

Ihr werdet vieleicht lachen, aber versucht es mal mit schönen mageren Schweinebauch von einem guten Metzger. Gibt eine herrliche Kruste. Und in die Reine noch Zwiebel, geviertelt, halbe rohe Kartoffel. Fleisch schön einsalzen und einkümmeln usw.

Resi Schmelz
Danke!

demnächst brutzelts italienisch!

bagel
Experimente

Hallo zusammen, habe auch ein bissl rumexperimentiert. Dabei gings weniger um die Gewürze, mehr um die Zubereitungsart. Glücklich war ich über die Schmorvariante mit viel Flüssigkeit und über die Niedrigtemperaturvariante. Beides mit Schulter probiert. Das Ergebnis ist natürlich ganz verschieden. Der Schmorbraten zerfällt quasi und schmeckt lecker mit viel Soße, der Niedrigtemperaturbraten ist saftig und leicht rosa. Weniger Glück hatte ich mit der Bratmethode, also relativ hohe Temperaturen (150 bis 200 °C) und wenig Flüssigkeit, taucht ja in vielen Rezepten auf. War bisslang irgendwie immer etwas zäh und trocken. Vielleicht hat ja jemand einen Tipp für mich.

Küchengötter User
Küchengötter User
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