Was Sie über Kürbis wissen sollten

Verwendung 

Kürbis braucht Begleiter, die sein Aroma hervorlocken oder ihm welches verleihen. Eine gute Brühe für die Suppe, ein gutes Öl zum Püree, Muskat, Kreuzkümmel, Curry, auch Zucker, Zimt oder Honig schaffen das. Um herauszufinden, was er genau braucht, probiert man ihn roh. Schmeckt er nussig und etwas nach Gurke, dann nicht überwürzen. Dill und Koriander, oft auch nur Salz, Pfeffer, ein bisschen Butter oder Öl genügen. Hat er Süße? Ingwer, milden Curry oder Zimt dazu! Schmeckt nach gar nichts? Dann der Kreativität freien Lauf lassen und die weiche Masse zum Spiel mit Gewürzen nutzen. Da ein einziger Kürbis schon mal die gesamte Kleinküche belegen kann, freut man sich über seine viele Möglichkeiten: Süßsauer einlegen oder Suppe draus kochen, aber man kann ihn auch braten, wokken, grillen, backen oder wunderbar in Currys und andere Eintöpfen sowie in Salate einbauen. Italophilen schmeckt Kürbis gewürfelt im Risotto, stückig zwischen Lasagneblättern, gehobelt auf der Pizza und püriert in Tortellini oder Gnocchi. Kleinere Kürbisse, gefüllt und überbacken, ersetzen die Auflaufform. Und wer will, kann dünne Kürbisscheiben zu Chips ausbacken. Beliebt sind außerdem die Kürbiskerne: Einfach so zum Knabbern, auf und in Backwaren wie Brezeln, Brötchen oder Brot, in Salaten und in Müslis.

Einkauf und Saison

Riesen- oder Speisekürbisse mit harter, oft leuchtend orangefarbener Schale sind gut zum Anschauen vor allem als Halloween-Laterne, für die Küche aber eher mühsam zu bearbeiten und schwach im Aroma – ausgenommen kleine (nur die!) Hokkaidos: toller Farbton und Geschmack. Interessanter sind da schon Moschuskürbisse, zu denen der helle, birnenförmige Butternuss- und der dunkelgrüne Muskatkürbis zählen. Diese Kürbisse werden ausgewachsen von September bis November verkauft. Schon ab Juli gibt es Gartenkürbisse, zu denen flache Patissons, kugelrunde Rondinis, Spaghettikürbis und übrigens auch Zucchini zählen. Gute Schwergewichte sind prall und fest, klingen hohl, wenn man "anklopft" und haben einen Stiel. Kürbiskerne bekommt man mittlerweile fertig abgepackt in jedem gut sortierten Supermarkt (Bio- oder Drogerie-Regal), im Bioladen und im Reformhaus. Dank Lagerware sind Kürbise aber bis in den Februar hinein erhältlich.

Aufbewahrung

Einen ganzen Riesen- bzw. Speisekürbis kann man drei Monate und länger – frostgeschützt und trocken –aufbewahren, einen Moschuskürbis auch weit länger. Aber ab und an prüfen, ob er nicht durchs Eigengewicht weich wird und fault. Gartenkürbisse bleiben je nach Sorte im Gemüsefach ein bis zwei Wochen frisch. Vier Tage halten sich dort auch in Folie verpackte Kürbisstücke. Einfrieren kann man nur Kürbispüree.