Die perfekte Lasagne – So baust du sie richtig

Bei all den Grundrezepten für Lasagne kann man schon einmal den Überblick verlieren. Die klassische Lasagne stammt aus Norditalien, genauer aus der Region Emilia Romagna, und wird mit Béchamelsauce, Bolognese-Ragout und feinem Parmesan zubereitet.

Deiner Kreativität sind natürlich keine Grenzen gesetzt: Die häufigsten Abweichungen gibt es dabei wohl bei der hellen Sauce, beim Ragout und bei der Wahl der Käsesorte. 

Sollte ich die Nudelplatten selber machen?

Selbstverständlich kannst du auch Zeit und Aufwand sparen und die Lasagneplatten kaufen. Hinweis: Achte jedoch darauf, dass du frische Nudeln, z.B. in einem Feinkostladen oder italienischen Supermarkt, kaufst. Im Gegensatz zu den herkömmlichen, trockenen Platten sind sie dünner. Solltest du doch trockene Nudeln verwenden, solltest du sie auf jeden Fall erst kochen, bevor du die Lasagne schichtest. Denn nicht vorgekochte Platten brauchen sehr lange beim Backen im Backofen, bis sie gar sind und durch ihre Stärke besitzen sie einen sehr teigigen Beigeschmack, sodass die Aromen der anderen verwendeten Zutaten nicht ideal zur Geltung kommen könnten.

Entscheidest du dich dafür, die Nudeln selbst zuzubereiten, kannst du sie durch mehrfaches Walzen schön dünn verarbeiten, sodass am Ende eine feine und geschmacksintensive Lasagne herauskommt. Die Geschmäcker sind natürlich verschieden – finde einfach für dich heraus, welcher Pasta-Typ du bist.

Für die Zubereitung der dünnen Nudelplatten braucht es etwas Übung, Feingefühl und Zeit. Mit den folgenden fünf Tipps steht der selbstgemachten Lasagne jedoch nichts mehr im Weg:

1) Das Geheimnis einer guten Lasagne liegt in der Dicke bzw. Dünne der Nudelplatten: Wenn die Platten eher dünn sind, lassen sie das Aroma der einzelnen Schichten perfekt durchziehen. Es gilt: Je dünner die Lasagneplatten, desto feiner der Geschmack.

2) Sollte der Teig zu klebrig sein, kannst du etwas Mehl hinzufügen. Hier gilt jedoch: So wenig wie möglich, so viel wie nötig. Klebt der Teig zu sehr, kannst du Probleme beim Walzen und Formen dünner Platten bekommen. Verwendest du jedoch zu viel Mehl, schmecken die Nudeln evtl. zu teigig. 

3) Der Teig ist zu rissig? Kein Problem, gib bei der Zubereitung einfach ein wenig Mehl in die rissigen Stellen, um sie zu schließen. Beim Walzen sollte er dann problemlos zusammenhaften.

4) Je häufiger du den Teig durch die Walze gibst, desto besser. Wiederhole diesen Vorgang so oft wie möglich, da durch den Druck der Walze auf den Teig die Bindung des im Mehl enthaltenen Glutens unterstützt wird. Diese sorgt für die gewünschte Festigkeit der Platten.

5) Wenn deine Nudelplatten während des Walzens klebrig werden, kannst du sie einmal leicht über eine bemehlte Fläche ziehen. Das überschüssige Mehl dann noch abklopfen.

Sollte ich für die Zubereitung Béchamelsauce oder Ricotta verwenden?

Ok, wir sind uns einig, dass bei der Zubereitung der klassischen Lasagne Béchamelsauce verwendet wird. Mittlerweile findet man aber auch unzählige Rezepte, in denen Ricotta zum Einsatz kommt. Diese Abwandlung ist besonders in südlichen Regionen Italiens und auch in den USA verbreitet.

Je nach Geschmack können also beide Varianten puren Genuss versprechen: So ergänzt die Milde der Béchamelsauce den wunderbar-würzigen Geschmack des Parmesans und des Bolognese-Ragouts perfekt – die Butter in der Sauce unterstützt die die Aromen der ganzen Lasagne. Und dabei ist sie noch so herrlich cremig. Ricotta überzeugt dagegen mit einer eher quarkartigen Konsistenz, welche trockener als die Béchamelsauce ist, der Lasagne aber eine frische Säure verleiht.