Wissenswertes Mikrowelle
Kochen in der Mikrowelle

Wissenswertes und Kurioses zur Mikrowelle

Das Funktionsprinzip der Mikrowelle

Normalerweise wird Lebensmitteln bei unseren klassischen Garverfahren von außen über ihre Oberfläche Wärme zugeführt – sei es über den heißen Topfboden, das kochende Wasser, in dem meine Kartoffel schwimmt oder die hohen Temperaturen im Backofen.

Mikrowellen hingegen erwärmen Lebensmittel direkt im Inneren: Das Mikrowellenfeld im Innereien des Mikrowellengerätes bewegt sich unheimlich schnell hin und her - es ändert 2,45 Milliarden Mal pro Sekunde seine Richtung. Die Wassermoleküle im Inneren der Lebensmittel fangen dadurch an zu schwingen und aneinander zu reiben – und Reibung erzeugt Wärme. Deshalb werden Speisen mit hohem Wasseranteil in der Mikrowelle auch am intensivsten erwärmt. 

 

Das passende Mikrowellengeschirr

Mikrowellen können übrigens Gefäße aus Glas, Keramik, Porzellan und Plastik praktisch ohne Energieverlust durchdringen. Daher sind diese Materialien auch mikrowellengeeignet. Um ganz sicher zu gehen, können Sie den Geschirrtest machen. (siehe rechts)

Kochen in der Mikrowelle: Geschirrtest

Stellen Sie das leere Geschirr zusammen mit einer Tasse Wasser (die Mikrowelle darf nicht leer laufen, sonst können Schäden auftreten) bei 600 Watt für eine halbe Minute in das Gerät. Bleibt es kalt oder erwärmt sich nur leicht, können Sie es bedenkenlos verwenden. Geschirr, das heiß wird, hat hingegen nichts in der Mikrowelle zu suchen.

Kochen in der Mikrowelle
Achtung, Metall!

Metallgefäße gehören nicht in die Mikrowelle, da sie die Mikrowellen reflektieren und diese deshalb nicht in die Lebensmittel gelangen. Deshalb ist übrigens auch die Glastür der Mikrowelle mit einem Metallgitter versehen: Dadurch können auch an der Tür keine Mikrowellen nach außen gelangen.

 

Kurioses zur Mikrowelle

  • Der erste Mikrowellenherd wurde bereits im Jahr 1947 gebaut. In eine Küche hätte die Mikrowelle damals noch nicht wirklich gepasst: Sie war mit 1,80 m und einem Gewicht von 340 kg etwas groß und schwer geraten. 
     
  • Das Besondere: Dieser Mikrowellenherd hatte eine Leistung von 3000 Watt – das ist ungefähr die dreifache Menge von der Leistung, die haushaltsübliche Mikrowellen heutzutage haben. Kein Wunder also, dass sie sogar eine Wasserkühlung brauchte.
     
  • Bereits 1954 gab es auch kommerzielle Mikrowellen mit nur noch 1600 Watt. Bei einem Preis von 2.000 bis 3.000 $ waren Sie aber alles andere als erschwinglich. 
     
  • 10 Jahre später gelang der Mikrowelle dann der größere Durchbruch, auch damals immer noch mit einem Preis von 495 $. 
     
  • In den Anfangsjahren wurden Mikrowellengeräte übrigens gerne in Passagierflugzeugen eingesetzt. In den Haushalten setzten sie sich dann ab den 70er Jahren durch.
Mikrowellengeschirr
Form des Mikrowellengeschirrs

Runde und ovale Gefäße sind zum Aufwärmen, Auftauen und Kochen in der Mikrowelle besser geeignet als quadratische oder rechteckige, da die Speisen in den Ecken leicht überkocht werden.

Mikrowellenpopcorn
Mikrowellenpopcorn

Übrigens: Popcorn war das erste Nahrungsmittel, das gezielt mit Hilfe von Mikrowellen zubereitet wurde. Und auch heute noch macht Mikrowellen-Popcorn so manch einen Fernsehabend perfekt. In Nordamerika ist es sogar das meist zubereitete Lebensmittel in der Mikrowelle.

Sind Mikrowellen schädlich?

Ein populärer Irrtum besagt, Mikrowellen seien schädlich. Das stimmt so nicht. Laut Deutscher Gesellschaft für Ernährung gehen von Mikrowellengeräten keine gesundheitlichen Gefahren aus.
 
Aus dem Gehäuse kann durch verschiedenste technische Maßnahmen keine Strahlung austreten: Metallwände und das Metall-Lochgitter hinter dem Sichtfenster reflektieren die Mikrowellen und verhindern dadurch ihren Austritt aus dem Mikrowellengerät. Das Lochgitter verfügt zusätzlich über Öffnungen, die eine deutliche geringere Weite als die halbe Wellenlänge der Mikrowellen haben. 
 
Wichtig ist, dass die Tür einwandfrei schließt und die Abschaltautomatik beim Öffnen der Mikrowellen-Tür funktioniert.
 
Und: Mikrowellen haben keine zellverändernde Wirkung.
 

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