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Quiche - Herzhafter Kuchen aus Frankreich

Wusstest du, dass Quiche früher ein richtiges Bauernessen war? Mehl, Eier, Sahne, Käse und Speck gab es auf den Höfen reichlich und aus diesen Zutaten wurde dann die Quiche. Den größten, weltweiten Ruhm heimste die Quiche Lorraine, der Lothringer Speckkuchen, ein. Heute ist die Quiche ein vielfältiges Gericht, das es in vielen Varianten gibt. Und die haben wir für dich zusammengestellt.

Quiche

Die wichtigsten Zutaten

Käse

Quiches brauchen nicht immer Käse. Aber für eine knusprig braune Kruste ist er unentbehrlich. Ob mild oder kräftig, sollte je nach Belag entschieden werden, damit die Aromen gut zusammen passen.

Eier

Die Eier dienen bei einer Quiche als verbindendes Element in Teig und Belag. Größe M geht immer, Größe L ebenfalls. Sollten Sie nur S-Eier bekommen, nehmen Sie einfach eins mehr.

Mehl

Für eine Quiche wird normalerweise Weizenmehl Type 405 oder 550 verwendet (soweit im Rezept nicht anders angegeben). Wenn Sie Vollkornmehl nehmen möchten, mischen Sie dieses trotzdem mit normalem Mehl, damit der Teig nicht zu kompakt wird.

Sahne

Sahne verbindet alle Zutaten und wird für den Guss gebraucht. Wer keine Sahne im Haus hat, kann sie auch durch folgende Zutaten ersetzen: saure Sahne, Schmand, Ricotta, Crème fraîche, Crème double, Mascarpone oder Frischkäse. Wer eine kalorienärmere Variante sucht, mischt Milch und Sahne oder Joghurt und Magerquark.

Butter

Damit der Mürbeteig schön knusprig wird, verwenden Sie Butter. Sie sollte immer schön kalt und nicht zu weich sein. Tipp: Butter vor dem Verarbeiten ganz kurz ins Tiefkühlfach legen.

Formen

Standardmäßig werden Springformen mit einem niedrigen Rand von 26 cm Ø verwendet. Besonders praktisch sind Formen mit Hebeböden, um die Quiche leichter herauszulösen.

Zubereitung

  • Quicheboden ist klassischerweise ein Mürbeteig. Dafür werden Mehl, 1 Prise Salz, reichlich Butter, evtl. 1 Ei und etwas Flüssigkeit zusammengeknetet und nach ca. 30 Minuten Ruhezeit (im Kühlschrank) verarbeitet.
  • Wenn es um den Belag geht, werden der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Fleisch, Fisch, Gemüse - alles kann kombiniert werden.
  • Käse ergänzt und hält das Ganze zusammen. Achtung: Der Käse sollte so ausgewählt werden, dass er feine Zutaten geschmacklich nicht überdeckt, aber trotzdem kräftig genug würzt.
  • Durch den Guss werden Teig und Belag verbunden. Er besteht meistens aus Sahne. Der Guss kann ruhig kräftig gewürzt werden. Wenn die Zutaten für den Belag sehr mild sind, darf er sogar fast "überwürzt" schmecken. Bei salzigen oder aromatischen Zutaten wie Speck oder Sardellen, lieber zurückhaltend würzen.
  • Erst wenn die Quiche aus dem Ofen genommen wurde und 5-10 Minuten abgekühlt hat, verbinden sich die Zutaten optimal und der Teig zerbröckelt nicht. Also gilt: Quiche vor dem Anschneiden kurz ruhen lassen.

So gelingt's

10 Tipps für eine perfekte Quiche

1. Auf Vorrat parat

Du möchtest den Teig schon einmal auf Vorrat zubereiten? Kein Problem! Lege den Teig einfach ausgerollt zwischen zwei Lagen Frischhaltefolie. Im Kühlschrank hält er so mindestens 14 Tage.

2. Klebrige Angelegenheit?

Rolle den Teig am besten zwischen zwei Lagen Frischhaltefolie aus. Dann klebt auch nichts. Oder du machst es auf die gute alte Hausfrauenart und bestäubst Arbeitsfläche und Rollholz mit Mehl.

3. Gut vorbereitet

Gäste kommen am Abend zu Besuch und du willst nicht so viel Zeit in der Küche verbringen? Dann bereite die Zutaten am besten schon vormittags zu. Mit Frischhaltefolie abgepackt, kann Gemüse und Co. im Kühlschrank aufbewahrt werden. In der Küche hast du für die Fertigstellung dann nur noch wenige Minuten zu tun.

4. Kräuter für Quiches

Frische Kräuter für deine Quiche kannst du ganz einfach bis zur Verarbeitung im Kühlschrank aufbewahren. Brause sie nach dem Einkaufen ab, wickle sie in ein nasses Küchentuch und stecke die Kräuter in eine Plastiktüte. Im Kühlschrank bleiben sie so drei Tage lang frisch.

5. Gut gewürzt ist doppelt so lecker

Wenn geräucherter Speck im Spiel ist, sollte man eher mild würzen. Generell gilt: Der Teig braucht immer 1/2 TL Salz, sonst schmeckt er nicht.

6. Energie sparen

Schalte 5-10 Minuten vor Ende der Backzeit den Offen aus. Mit geschlossener Tür reduziert sich die Hitze in der Zeit nur unwesentlich und du sparst gleichzeitig Energie.

7. Ist die Quiche denn schon fertig?

Steche mit einem Zahnstocher in die Mitte der Quiche, um die Garprobe zu machen. Sollte Teig daran haften bleiben, braucht die Quiche noch ein paar Minuten länger im Ofen.

8. Auf die Plätze, fertig, anschneiden!

Gönne der Quiche eine kurze Ruhepause vor dem Anschneiden.

9. Blindbacken

Belege den Teig in der Form mit Backpapier und verteile darauf 2 cm hoch Hülsenfrüchte. Backe den Teig 10 Minuten bei 200°C, entferne Hülsenfrüchte und Papier und mache die Quiche fertig. Durch das Blindbacken weicht der Boden nicht durch und der Teigrand rutscht nicht ab.

10. Einmal vorheizen, bitte!

Wenn du die Teighülle füllst und die Eiersahne darübergießt, sollte der Ofen die angegebene Temperatur haben. Damit der Boden nicht speckig wird, sollte die Quiche jetzt nämlich sofort in den Ofen.

Der Klassiker: Quiche Lorraine

Zutaten für 1 Quicheform von 32 cm Ø (8 Stücke)

250 g Mehl | 5 Eier | Salz | 100 g kalte Butter | 200 g Frühstücksspeck (in dünnen Scheiben) | 150 g Greyerzer Käse (in dünnen Scheiben) | 200 g Sahne | edelsüßes Paprikapulver | Pfeffer

Zubereitung Quiche Lorraine

1.

Für den Teig das Mehl mit 1 Ei, ½ TL Salz, der Butter in Stückchen und 2-3 EL kaltem Wasser verkneten. Den Teig dünn ausrollen. Die Form damit auskleiden, dabei einen 3 cm hohen Rand formen. Kühl stellen.

2.

Speck- und Käsescheiben halbieren. Den Speck in einer trockenen Pfanne knusprig ausbraten und auf Küchenpapier entfetten. 4 Eier mit der Sahne verquirlen, mit 1 Prise Salz, ½ TL Paprika und Pfeffer würzen.

3.

Ofen auf 180° vorheizen. Die Speck- und Käsescheiben auf dem Teig verteilen. Die Eiersahne darübergießen. Die Quiche im Ofen (unten, Umluft 160°) 40 Min. backen. Anschließend 5-10 Min. im ausgeschalteten Ofen nachgaren lassen.

Pannenhilfe

Was tun, wenn das Ausrollen nicht klappt?

Wenn du beim Ausrollen von Mürbeteig Probleme hast, kannst du ihn auch in die Form drücken. Nimm dazu einfach immer kleine Teilstücke ab und verteile diese mosaikartig in der Form. Damit der Teig beim Backen nicht bricht und sich alles gut verbinden kann, stelle die Form nochmals 30 Minuten kühl.

Was tun, wenn die Quiche verbrennt?

Sollte die Quiche nicht vollständig verbrannt sein und noch nicht bitter schmecken, kannst du die obere Schicht mit einem Messer oder Löffel entfernen. Streue dann noch einmal großzügig geriebenen Käse über die Quiche und lasse ihn unter dem Backofengrill kurz schmelzen.

Was tun, wenn die Quiche zu schnell bräunt?

Behalte die Quiche am besten immer ein wenig im Auge. Wenn sie nach der Hälfte der Backzeit oben schon schön braun ist, decke die Oberfläche mit Alufolie oder Backpapier ab und lasse sie so zu Ende backen. Notfalls kannst du die Backofentemperatur auch um 25°C senken.

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