Selbst gemachte Nudeln richtig kochen
Nudeln selber machen

Die al dente-Strategie: Nudeln richtig kochen

Sie wollen schwimmen, und zwar im Salzwasser, wie es sich für echte Italiener gehört. Und gehört nun Öl ins Nudelwasser - ja oder nein? Nudeln kochen (ob fertig gekaufte oder selber gemachte) ist kinderleicht, wenn Sie ein paar kleine Regeln beachten.

Bis(s) zum Genuss: Nudeln richtig kochen

1.
Ausreichend Wasser

Pro 100 g Nudeln mindestens 1 l Wasser; Wasser aufkochen lassen und erst dann salzen.

2.
Salz

1 gehäufter TL Salz pro 1 l Wasser. Wer sichergehen möchte, dass das Wasser nicht versalzen ist, sollte probieren. Es soll leicht nach Salz schmecken.

3.
Nudeln zugeben

Die Nudeln in das sprudelnd kochende Wasser geben und umrühren, damit sie nicht am Topfboden festkleben.

4.
Nudeln kochen

Frische Nudeln sind meist schon nach wenigen (ca. 3) Minuten fertig; bei fertig gekauften am besten auf die Packungsangabe achten und eine Nudel 1 Minute vorher testen, ob sie bissfest ist. Fertig gegarte Nudeln abgießen, abtropfen lassen und sofort weiterverwenden. Der Italiener an sich vermischt die Nudeln sofort mit der Sauce.

5.
Nudeln kalt abschrecken

Lieber nicht! Nur für Salate oder einen Auflauf empfehlenswert! Dasselbe gilt für die Öl-in-Kochwasser-Variante: sorgt nur dafür, dass die Sauce weg will – und zwar weg von der Nudel!

Tipp: Getrocknete Nudeln kochen

Fertig gekaufte, getrocknete Nudeln werden genauso gekocht wie die selbst gemachten. Sie benötigen aber b, hier am besten die Angaben auf der Verpackung beachten.

Sie sollten beim Kochen beachten, dass getrocknete Teigwaren beim Kochen stark an Volumen zunehmen. Als Faustregel können Sie rechnen: 30-35 g getrocknete (ungefüllte) Teigwaren ergeben etwa 100 g gekochte Teigwaren bzw. 100 g rohe Nudeln entsprechen 325-350 g gegarten Nudeln.

Sollen die Nudeln als Hauptspeise serviert werden, empfiehlt man übrigens eine Menge von 90-125 g rohen Nudeln. Sind die Nudeln Beilage, reichen 60-80 g rohe Nudeln.

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Ins Nudelwasser gehört Öl! Nur bei großen Teigplatten (z.B. für Lasagne) und bei frischen Nudeln ist ein Schuss Öl nötig, da es verhindert, dass sie zusammenkleben. Bei allen anderen Nudeln hingegen reicht es, sie anfangs gut umzurühren: Sie bewegen sich ständig im kochenden Wasser, und das verhindert, dass sie zusammenkleben.

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Das Nudeleinmaleins

Pasta secca

 = getrocknete Hartweizennudeln, die sich verpackt im Regal stapeln

Pasta fresca

 = frische Nudeln mit Ei

Lange und flache Nudeln

Pappardelle: zentimeterbreite Bandnudeln (meist Pasta fresca), die gut zu Ragouts passen.

Tagliatelle ("Geschnittene"): stammen aus dem Norden Italiens, als secca und fresca erhältlich. Je nach Größe und Region verstecken sie sich auch hinter diesen Namen: Tagliatellini, Tagliatini, Taglierini, Tagliolini, Taglioni.

Fettuccine: die Tagliatelle des Südens. Diese Nudeln werden oft dekorativ zu Nudelnestern gedreht.

Linguine, Bavette: feine Bandnudeln

Lange oder kurze, hohle Nudeln

Maccheroni, Maccaroni, Makkaroni: einst Begriff für Pasta secca, heute hingegen übliche Bezeichnung für hohle Spaghetti.

Ziti: dicke Makkaroni, die kürzer sein können

Penne: hohle, typisch schräg geschnittene Pasta secca. Ist sie glatt, hört sie auf den Namen Penne lisce, die gerillte hingegen heißt Penne rigate.

Rigatoni: große gerillte Röhrennudeln

Cannelloni: Treiben es auf die Spitze - die Röhrennudeln sind so groß, dass sie gefüllt werden.

Lange und dünne Nudeln

Spaghetti: dünne, zwischen 25 und 50 cm lange Pasta secca. Spaghettini sind dünner, Spaghettoni dicker.

Capellini: die dünnste Pasta secca, die unseren Suppennudeln ähnelt. Die dünnsten der dünnsten sind die Capelli d'angelo (Engelshaar).

Fusilli bucati: Gabelspaghetti, die zum Trocknen um einen Stab gewickelt werden

Nudeln, die in kein Schema passen

Conchiglie: Muschelnudeln, klein oder groß

Farfalle: Schmetterlingsnudeln

Fusilli: ursprünglich um Stricknadel gewickelte Bandnudeln, sehen aus wie Spiralen

Orecchiette: haben dank ihres Aussehens den Namen "Röhrchen-Nudeln" 

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