Punsch Glühwein Rezepte
Heißgetränke

Glühwein und Punsch

Glühwein, Feuerzangenbowle & Co. ganz einfach selber machen – Hier findest du vielfältige Rezepte, die dich durch die kalte Jahreszeit bringen und praktische Tipps und Tricks.

Hütten-Alarm! Nach der letzten Ski-Abfahrt ein Glas Feuerzangenbowle schlürfen - das ist genau nach deinem Geschmack? Oder verbringst du deine Winterabende lieber bei einer Tasse Glühwein auf dem Weihnachtsmarkt? Egal, was dein winterliches Lieblingsgetränk ist, mit unseren Rezepten hast du die Möglichkeit, es auch in deine eigenen vier Wände zu holen. Nur für den Fall, dass du bei den eiskalten Temperaturen da draußen das Haus doch lieber nicht mehr verlassen willst. 

Außerdem bei uns: Punsch-Rezepte für jeden Geschmack. Wir verraten dir, wie du Apfel, Ingwer und Co. gekonnt in einen leckeren Punsch verwandelst.

Glühwein Punsch
Glühwein, Feuerzangenbowle und Punsch

Punsch, Glühwein und Feuerzangenbowle

Was ist eigentlich der Unterschied zwischen Punsch & Co.?

Am Ende ist es ganz einfach: Glühwein und Feuerzangenbowle sind deutsche Punsch-Variationen, die mit bestimmten Gewürzen ihren typischen Geschmack erhalten.

Während der skandinavische Punsch unter "Glögg" bekannt ist, welcher mit Aquavit verfeinert wird, trinkt man in Österreich den sogenannten "Jagertee". Zu den beliebtesten deutschen Punsch-Variationen gehören mit Nelken und Zimtstange gewürzter Glühwein und die Feuerzangenbowle, eine Punsch-Variante, die nicht nur Rotwein, Nelken und Zimtstange, sondern auch noch Zucker und Rum beinhaltet. Im Gegensatz zu diesen Variationen setzt der "Seehund-Punsch" neben den bekannten Gewürzen auf Weißwein, Rum und Rosinen.

Glühwein-Rezepte

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Glühwein - Ein Erfolgsrezept aus Bayern?

Schon in der Antike und im Mittelalter genossen die Menschen gewürzte und gesüßte Weine. Erzählungen nach soll der Glühwein, so wie wir ihn heute kennen, von einem bayrischen Weinhändler auf den Markt gebracht worden sein. Dieser Weinhändler war Rudolf Kunzmann aus Augsburg, welcher im Winter 1956 Wein mit Zucker und Gewürzen versetzt und als Glühwein verkauft haben soll. 

Dies brachte ihm zunächst nichts als Ärger ein, da Zucker als Zutat im Wein nicht zulässig war, weshalb er ein dickes Bußgeld zahlen musste. Weil sich das Weingesetz jedoch im Laufe der Zeit geändert hatte, wird die Mischung aus Wein, Zucker und typischen Gewürzen bis heute als Glühwein angeboten.

Was ist der richtige Wein für einen guten Glühwein?

Als Basis-Wein für deinen Glühwein solltest du zu einem soliden Wein von nicht allzu minderer Qualität greifen. Hier empfehlen wir dir einfache Weine deutscher Weingüter, Genossenschaften oder dem Winzer deines Vertrauens. 

Am besten eignen sich trockene bis halbtrockene, fruchtbetonte, aber auch kräftige Weine. Denn vergiss nicht, dass sich der Wein in Verbindung mit den intensiven Gewürzen behaupten muss. Auf liebliche bzw. süße Weine solltest du verzichten, da sich die Zuckermenge eher schlecht regulieren lässt.

Zu guter Letzt solltest du einen nicht so schweren Wein, mit einem Alkoholgehalt bis maximal 12,5%, wählen, falls später noch ein Schuss Rum reinkommen soll.

Alternativen für die Glühwein-Basis

Für welchen Wein oder welche Mischung du dich entscheidest, ist natürlich abhängig von deinem Geschmack: Wer weder ausschließlich Rot- noch Weißwein als Basis für seinen Glühwein heranziehen möchte, kann auch eine Mischung aus Rot- und Weißwein verwenden. Diese macht den Glühwein nicht nur spritziger, sondern auch leichter. Aber auch Rosé, Apfel-, Birnen und andere Obstweine von roten Früchten machen sich als Basis sehr gut. 

Für die alkoholfreie Variante kannst du hervorragend Saft aus Apfel, Orange, Trauben, Kirschen, Beeren oder anderen Obstsorten, welche mit den intensiven Gewürzen harmonieren, verwenden. Auch schwarzer- oder Früchtetee sind eine Alternative.

Welche Gewürze sollte ich für Glühwein verwenden?

Neben der perfekten Auswahl eines guten Basisweins ist auch die Wahl der passenden Gewürze von großer Bedeutung. Soll es mal schnell und einfach gehen, kannst du natürlich auch auf eine fertige Glühweingewürzmischung zurückgreifen. Dann solltest du aber darauf achten, dass es sich nicht nur Aromen, sondern um echte Gewürze handelt.

Bei deiner eigenen Gewürzmischung sind dem Geschmack und deiner Fantasie keine Grenzen gesetzt. Hier kommt rein, was schmeckt: Klassischerweise kommen weihnachtliche Gewürze, wie z.B. Gewürznelken, Zimtstangen, Sternanis und Kardamom, zum Einsatz. Tipp: Gib die Gewürze in einen Teebeutel, dann kannst du sie nach beliebiger Ziehzeit ohne Probleme entfernen.

Welche Zutaten kann ich noch für Glühwein verwenden?

  • Wer Frische und etwas Säure bevorzugt, kann zu Orangen, Zitronen und Blutorangen greifen. Hier kannst du entweder zu der ganzen Frucht oder nur der frischen oder getrockneten Schale greifen. Wenn du aber insbesondere Wert auf das Aroma des Weines legst, solltest du bedenken, dass bei der Zugabe von Zitrusfrüchten, diese stark dominieren können. Und auch Beeren, wie Cranberrys oder Holunderbeeren, Apfel- und Birnenstücke oder auch Granatapfelkerne machen eine hervorragende Figur in Glühwein.
     
  • Für florale Noten können Blüten, wie Hibiskus und Rose, sorgen.
     
  • Für diejenigen, die es süßer mögen, können Rohrzucker, Honig, Agavendicksaft und auch Marmelade verwenden. Und auch Portwein oder Saft eignen sich als Süßungsmittel: Während Portwein den Alkoholgehalt des Glühweins hebt, streckt Saft den Geschmack des Weines.

Worauf sollte ich bei der Zubereitung von Glühwein achten?

  • Da Alkohol ab einer Temperatur von 78 °C verdampft, solltest du den Glühwein nur langsam erhitzen und nicht (auf-) kochen lassen, um starke Alkoholverluste zu vermeiden und die Aromen der Gewürze zu schonen.
     
  • Nachdem du den Glühwein erwärmt hast, solltest du ihn noch etwa eine Stunden ziehen lassen, damit sich die Gewürze besser entfalten können. Noch besser: Wenn du den Glühwein schon am Vortag zubereitest und aufsetzt, kann er die Nacht über durchziehen. So schmeckt er noch intensiver.
     
  • Verwende keine Behälter oder Schöpfkellen aus Aluminium, Kupfer, Zinn oder Messing für den Glühwein. Denn diese Materialien geben bei Berührung mit dem Glühwein Stoffe in das Getränk ab, die bei größeren Mengen schädlich wirken. Verwende am besten ein Gefäß aus Edelstahl.
     
  • Du solltest den Glühwein immer bei geschlossenem Deckel warmhalten, damit nicht zu viel von dem Alkohol entweicht. Bei Bedarf kannst du auch etwas frischen Wein nachgießen.
     
  • Klassischerweise wird Glühwein in einem Becher oder in einer Tasse und nicht in einem Glas serviert.
     
  • Frischen, roten Glühwein erkennst du ein seiner intensiv roten Farbe. Hat er sich rostrot bzw. braun verfärbt, ist er durch langes Warmhalten in einem offenen Gefäß oxidiert und nicht mehr genießbar.

Feuerzangenbowle- und Bowle-Rezepte

Wo kommt die Feuerzangenbowle eigentlich her?

Bei der sogenannten "Feuerzange" handelt es sich um ein Gerät, welches früher in fast jedem Haushalt zu finden war und mit dessen Hilfe problemlos glühende Kohlen aus dem Kaminfeuer entnommen werden konnten. Damals war Zucker in Form des Zuckerhuts erhältlich. Im Laufe dieser Zeit muss die Idee entstanden sein den Zucker mit Rum zu übergießen und über mit Gewürzen angereichertem Rotwein anzubrennen.

Erzählungen nach soll die Feuerzangenbowle jedoch bereits im römischen Imperium, also noch vor der Zeit von Julius Cäsar, verbreitet gewesen sein. Im Mittelalter flammte dieser Brauch wohl auf und führte aufgrund seines "sektenartiges Kultes" zu gesellschaftlichen Differenzen. Im 18. Jahrhundert galt die Feuerzangenbowle dann schon traditionell unter den Studenten – dort eher als "Krambambuli" bezeichnet. Diesen Begriff soll es einem Lied mit dem Namen "Krambambuli" zu verdanken haben, welches gerne bei der Zubereitung einer Feuerzangenbowle gesungen wurde.

Während zunächst Wacholder- oder Kirschschnaps für die Zubereitung der Feuerzangenbowle verwendet wurden, entwickelte sie sich – wohl aus finanziellen Gründen – zu einem Gemisch aus Wein, Rum und Zucker. Die Feuerzangenbowle im Studentenleben ist ein Brauch, den auch der Film "Die Feuerzangenbowle" aus dem Jahr 1944 mit Heinz Rühmann aufgriff. Insbesondere dieser Film nach der gleichnamigen Romanvorlage von Heinrich Spoerl dürfte zu der großen Bekanntheit und schon fast zu dem noch heute vorherrschenden Kult beigetragen haben..

Welchen Topf sollte ich für Feuerzangenbowle verwenden?

Zum ersten Erwärmen deiner Bowle kannst du einen gewöhnlichen Kochtopf aus deinem Kochsortiment verwenden. Es sind aber auch Varianten erhältlich, die du direkt auf den Herd stellen kannst, sodass zum einen das heikle Umfüllen entfällt, weil der Punsch schon warm ist, und zum anderen weniger Arbeit anfällt, da du nur zu einem Topf greifen musst. Und: bekanntlich ist ein Topf schneller wieder sauber als zwei Töpfe.

Im Anschluss, sobald du die Feuerzangenbowle einmal erwärmt hast, füllst du die Bowle in ein extra für diesen Punsch erhältliches Gefäß. Dies ist nicht notwendig, wenn du die zweite Alternative als Set besitzt. Die notwendigen Töpfe sind zum einen aus hitzebeständigem Glas, Kupfer, Keramik oder auch Edelstahl erhältlich.

Welche Zutaten werden für Feuerzangenbowle verwendet?

Neben Orangen benötigst du ebenfalls Zitronen (in Abhängigkeit vom Rezept), Zimtstangen, einen Zuckerhut, Gewürznelken, Rotwein und natürlich noch 54%igen Rum – und je nach Geschmack eventuell Sternanis.

Die perfekten Begleiter zur Feuerzangenbowle

Wir wird Feuerzangenbowle getrunken?

Feuerzangenbowle trinkst du in dafür vorgesehenen Tassen, die entweder aus hitzebeständigem Glas, Keramik oder aus Kupfer hergestellt werden. 

Wie lange sollte Feuerzangenbowle ziehen?

Deine Bowle sollte mindestens 2 Stunden ziehen.

Wie lange ist Feuerzangenbowle haltbar?

Im Kühlschrank kannst du sie problemlos 1-2 Tage aufbewahren. Es schadet aber niemals vorher einen Schluck zu probieren, um zu sehen, ob dein Getränk noch gut ist.

Fruchtige Punsch-Rezepte

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Woher kommt der Punsch?

Ursprünglich ist der Punsch ein indisches Heißgetränk, welches durch einen englischen Seefahrer im europäischen Raum bekannt und beliebt wurde.

Grundlage von Punsch bilden Tee oder Wasser. Traditionellerweise kommen Zitrone, Zucker, diverse Gewürze und Arrak hinzu. Arrak ist eine Spirituose, welche aus dem südostasiatischen Raum stammt und aus Palmsaft, alternativ können auch Zuckerrohr und Reismaische verwendet werden, hergestellt wird. Da sein Geschmack an eine Mischung aus Rum und Whiskey erinnert, wird an seiner Stelle oft auf Rum oder Weinbrand zurückgegriffen.

Tipps und Tricks – So gelingt dir der Punsch garantiert

  • Achte darauf, dass du die Zutaten nur erwärmst und nicht kochst, damit Duft und Geschmack der verwendeten Früchte erhalten bleiben und der Alkohol nicht verdampft.
     
  • Kalt ist Punsch übrigens eine leckere und raffinierte Alternative zu Cocktails - auch in der alkoholfreien Variante. Zur Zubereitung eignen sich z.B. Beeren, Blüten, jegliche Früchte und neben Wasser und schwarzem Tee als Basis auch Rooibusch- oder grüner Tee. Verfeinern kannst du Punsch z.B. mit Orangensaft oder einer Zimtstange.

Die unterschiedlichen Zubereitungsarten von Punsch

Neben den klassischen Rezepten für Punsch gibt es auch noch viele weitere Zubereitungsarten, die mit intensivem Geschmack und weiteren Zutaten überzeugen: So ist z.B. der Apfelpunsch eine sehr beliebte Variation. Hier wird der leckere Geschmack nach Äpfeln durch naturtrüben Apfelsaft erreicht. Die charakteristischen Gewürze, wie Zimt, Sternanis und Nelken, dürfen natürlich nicht fehlen.

Auch die Feuerzangenbowle ist ein leckere Abwandlung des Standardrezepts. Neben Rotwein, Früchten und weiteren Gewürzen begeistern hier vor allem eine Feuerzange mit einem in Rum getränkten Zuckerhut auf dem Gefäß. Nach dem Anzünden tropfen Rum und Zucker in den Rotwein und vervollständigen das leckere Getränk.

Und zu guter Letzt darf natürlich auch der Eierpunsch nicht fehlen: Entweder du bereitest ihn aus frischen Eiern, Zucker, Schlagsahne und Rum zu oder greifst statt Frischei zu Eierlikör.

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