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Quitten

Quitten haben es zu Unrecht noch kaum in unsere Supermärkte geschafft, obwohl sie es nicht nur geschmacklich richtig drauf haben: Auch ihre Inhaltsstoffe und die gesunde Wirkung von Quittenkernen können sich sehen lassen. 

Saison: September bis November | Besondere Nährstoffe: Pektine, Gerbstoffe, Rohfaser und Kalium

Quitten

Verabeitung

Zubereitung Quitten

1. Quitten-Flaum abreiben

Quitten richtig zubereiten - Step 1
Quitten richtig zubereiten - Step 1

Quitten haben einen feinen haarigen Flaum, der vor der Zubereitung entfernt werden muss. Das gelingt am besten durch Abreiben mit einem Küchentuch. Die Römer nannten Quitten wegen des Flaums übrigens auch "wolliger Apfel".

2. Quitten schälen

Quitten richtig zubereiten - Step 2
Quitten richtig zubereiten - Step 2

Anschließend kann die Quitte geschält werden. Dazu eigent sich am besten ein Sparschäler oder aber auch ein kleines scharfes Messer.

3. Fruchtfleisch abschneiden

Quitten richtig zubereiten - Step 3
Quitten richtig zubereiten - Step 3

Ein Halbieren der Länge nach ist bei Quitten recht schwierig. Deshalb schneidet man das Fruchtfleisch nicht mittig durch, sondern am besten von allen vier Seiten neben dem Kerngehäuse ab.

4. Quitten-Kerngehäuse aufschneiden

Quitten richtig zubereiten - Step 4
Quitten richtig zubereiten - Step 4

Im Inneren des Kerngehäuses stecken die Kerne der Quitten. Es benötigt etwas Kraft, das Kerngehäuse zu durchtrennen, aber nur so gelangt man an die wertvollen Quittenkerne

Warenkunde

Herkunft

Die zum Kernobst zählenden Quitten stammen vermutlich aus Südwestchina, von dort sind sie sehr früh "weitergewandert" und gelangten bald in den Mittelmeerraum. Schon 650 v. Chr. bezeichneten die Griechen die Quitte als "mala cydonia"  Apfel aus Kydon, nach der an der Nordküste gelegenen Stadt auf Kreta, wo der Stamm der Kydonier ansässig war. Auch dürften die "Goldenen Äpfel" der Hesperiden, das Hochzeitsgeschenk von Gäa für Zeus und Hera, Quitten gewesen sein. Bis heute gilt die Quitte als Symbol der Liebe und Fruchtbarkeit. 

Charakteristika

Quitten wachsen an strauchartigen Gehölzen. Die leuchtend gelben Früchte haben ein sehr festes, mehr oder weniger körniges Fleisch von herbsäuerlichem Geschmack. Man unterscheidet Birnen- und Apfel-Quitten. Der Unterschied liegt zum einen in der Form, zum anderen in der Festigkeit des Fruchtfleisches und im Aroma: Birnenquitten schmecken milder, sind weicher und weisen deutlich weniger Steinzellen auf. Apfelquitten haben dagegen ein trocken-hartes Fruchtfleisch und sind von vielen Steinzellen durchsetzt, sind aber wesentlich aromatischer als Birnenquitten. 

Durch ihren hohen Gehalt an Pektinen, Gerbstoffen, Rohfasern und Kalium sind Quitten ernährungsphysiologisch gesehen äußerst wertvolle Früchte. Auch die Kerne haben es in sich: Sie enthalten enorm hohe Mengen an heilenden Schleimstoffen.

Saison, Einkauf, Lagerung

Geerntet werden Quitten bei uns meist von September bis November, in den Handel kommen sie selten. Kaufen kann man sie jedoch auf Wochenmärkten und bei Direktvermarktern. Lagern lassen sich Quitten nicht allzu lange, im Kühllager bis 0 Grad und einer relativen Luftfeuchtigkeit von 90 bis 95 % halten sie 2 bis 3 Monate, bei einer kühl-luftigen Aufbewahrung zu Hause etwa 8 Wochen. Bei einer längeren Lagerung verfärbt sich das Fruchtfleisch braun.

Verwendung

Unsere heimischen Quitten eignen sich nicht zum Rohverzehr, dafür ist ihr Fruchtfleisch zu hart und zu säuerlich. Aufgrund des hohen Gerb-
stoffgehalts wirkt es zudem stark abführend. Die Weiterverarbeitung lohnt sich aber wegen des unvergleichlichen Aromas und der wertvollen Wirkstoffe auf jeden Fall!

Zunächst reibt man von den Quitten, die von den Römern als "wolliger Apfel" bezeichnet wurde, sorgfältig – am besten mit einem Küchentuch – den feinen, haarigen Flaum ab. Und dann haben Sie die Qual der Wahl, ob Sie Quitten zu Saft, Gelee, Kompott oder feinen Desserts verarbeiten wollen. Mehr und mehr werden sie auch, meist in Alkohol eingelegt, als Beilage zu Fleisch, Wild oder Geflügel geschätzt. Und wer Hoch-
prozentiges mag, sollte einmal Quittenschnaps oder -Likör probieren.

Weitere Sorten: Scheinquitte

Auch Japanische Zierquitte genannt. Sie wird in Europa vorwiegend als Zierpflanze, in ihrer Heimat China und Japan aber zur Fruchtgewinnung genutzt. Ihr Fruchtfleisch hat einen recht hohen Säuregehalt.

 

Wissenswertes

  • Quitten gehören zum Kernobst und werden in so genannte Apfel- und Birnenquitten unterteilt. Der Unterschied der Quittensorten liegt neben der Form vor allem in der Festigkeit des Fruchtfleisches und im Aroma der Quitte.
Birnenquitten

Birnenquitten schmecken milder und sind weicher als Apfelquitten. Außerdem weißen sie deutlich weniger Steinzellen auf, in dem die Quittenkerne enthalten sind. Birnenquitten lassen sich leichter verarbeiten.

Apfelquitten

Das Fruchtfleisch der Apfelquitten ist eher trocken und hart und von vielen Steinzellen durchsetzt. Im Geschmack sind Apelquitten allerdings wesentlich aromatischer als die birnenförmigen Quitten.

  • Saison haben die großen, gelben Früchte bei uns im September und Oktober, im Supermarkt kann man sie aber meist lange suchen. Wer nicht das Glück hat, seinen eigenen Quitten ernten zu können, sollte auf jeden Fall mal auf einem Markt vorbeischauen, dort werden sie nämlich angeboten.
  • Die Suche lohnt sich, den Quitten verfügen über ein ganz besonderes Aroma. Doch Vorsicht: Unsere heimischen Quitten eignen sich nicht zum Rohverzehr. Dafür sind sie einfach zu fest und zu säuerlich. Verarbeitet zu QuittenkompottQuittenlikörQuittenmarmelade und Quittenlikör kommt ihr herbfruchtiges Aroma hingegen besonders gut zur Geltung.
  • Durch ihren hohen Gehalt an Pektinen, Gerbstoffen, Rohfasern und Kalium sind Quitten ernährungsphysiologisch gesehen äußerst wertvolle Früchte. Auch die Kerne der Quitten haben es in sich: Sie enthalten enorm hohe Mengen an heilenden Schleimstoffen.
  • Nach dem Trocknen können Quittenkerne wie ein Hustenbonbons gelutscht werden und wirken sehr wohltuend bei Halsschmerzen und Husten. Aber Vorsicht: Die Kerne sollten dabei nicht zerkaut werden, da sie extrem bitter schmecken und bei größerer Menge zu Übelkeit führen können.

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