Maronen

Wer kennt sie nicht, die heißen Maroni, die einem Hände und Magen an kalten Wintertagen wärmen ... !

Maronen

Herkunft, Charakteristika:

Die Edelkastanie zählt zu den ältesten Nutzpflanzen, ihre Früchte werden schon seit der Steinzeit genutzt. Man unterscheidet drei Typen: die kleineren und weniger lang haltbaren Esskastanien mit meist dunklerer Schalenfarbe, die größeren aromatischen Maronen, mit hellerer, glänzend rötlich brauner Schale und die so genannten Dauermaronen. Genaue Abgrenzungen sind jedoch schwierig (s. "Saison").

Edelkastanien sind Nussfrüchte, die in einer mit Stacheln besetzten Fruchthülle sitzen. Jede Hülle enthält bis zu drei Nüsse. Das gelb-weißliche Fleich befindet sich unter der braunroten, holzig-ledrigen Schale und ist von einer Samenhaut umgeben; beides muss vor dem Verzehr entfernt werden. Edelkastanien enthalten mit 50 % mehr Wasser als andere Nüsse, zudem 40 % Kohlenhydrate, Eiweiß, Fette, reichlich Mineralstoffe, Vitamine der B-Gruppe und etwas Vitamin C. Ihr Energiegehalt liegt bei 210 kcal/100 g.

Saison, Einkauf:

Während Esskastanien und Maronen im Oktober alleine vom Baum fallen, bleiben die Dauermaronen länger hängen und müssen von September bis Dezember gepflückt werden. Die anderen beiden Typen sollten keinesfalls vorzeitig vom Baum geschlagern werden. Edelkastanien sind erst dann richtig reif, wenn die stacheligen Hüllen von selbst aufspringen. Dann beginnt die Kastanienernte: Die reifen Früchte werden eingesammelt und, sollen sie länger haltbar bleiben, noch getrocknet.

Achten Sie beim Kauf darauf, dass die Kastanien fest sind und keine kleinen (Wurm-)Löcher haben.

Verwendung:

Vor der Weiterverarbeitung in der Küche müssen Kastanien geschält werden; dafür schneidet man die Schale an der Spitze kreuzweise
ein (so entweicht die Luft, ansonsten könnten sie beim Rösten platzen!) und röstet die Früchte 15-20 Min. im Ofen, dabei wandelt sich die Stärke in Zucker um und die Maronen werden süß. Beim Schälen sollte man auch die innere, braune Haut entfernen, da sie sehr bitter und trocken schmeckt. Geröstet sind sie als "heiße Maroni" beliebt, man verwendet sie aber auch gerne für Kuchen oder Desserts. Beliebt sind
z. B. in Frankreich die "Marrons glacés", kandierte Früchte oder Stücke, ebenso wie süßes Maronenpüree mit Sahne. Wer es lieber pikant mag, sollte es einmal mit Maronensuppe, -gemüse, -sauce, einer Maronenfüllung oder -spätzle probieren.

Unser Video aus der Küchenpraxis: Maronen und ihre Verwendungsmöglichkeiten.

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