Pute

Sie sind die größten und schwersten Hühnervögel überhaupt – sie bringen nämlich bis zu 18 kg auf die Waage.

Pute

Charakteristika:

Die Pute, auch Truthahn genannt, gehört zur Familie der Truthühner. Dieses heute größte und schwerste Hausgeflügel stammt aus Nord-
amerika. Nach der Entdeckung Amerikas fanden die Spanier bei den Indianern gezähmte wilde Truthühner und brachten sie mit nach Europa, wo sie sehr schnell Verbreitung fanden.

Puten sind große, hochbeinige Vögel, sie haben einen kräftigen, zum Schwanz abfallenden Körper, eine breite Brust und einen unbefiederten, warzenbesetzten Kopf. Ausgewachsene Hähne haben einen schwarzen Haarbüschel auf der Brust, Hennen stattdessen eine Warze. Putenmast erfolgt in Bodenhaltung, leichtere Puten können jedoch auch in Käfigen aufgezogen werden. Nach dem Gewicht werden leichte (bratfertig 3,5 bis 5 kg), mittlere (bratfertig 7-10 kg) und schwere Puten (bratfertig 10-12,5 kg, sehr schwere bis 18 kg) unterschieden.

Putenfleisch ist ernährungsphysiologisch hochwertig und wird deshalb gerne in Diäten eingesetzt. Der hohe Eiweißanteil (Brust 24 %, Oberschenkel 21 %) ist reich an lebensnotwendigen essenziellen Aminosäuren, der geringe Fettanteil (Brust 2 %, Oberschenkel 8 %) ist reich an den wertvollen mehrfach ungesättigten Fettsäuren.
 

Einkauf:

Das Angebot an Pute ist am vielfältigsten im Vergleich zu anderen Geflügelarten. Man erhält sie im Ganzen (frisch oder tiefgefroren), als Teilstück (Brust, Oberschenkel, Unterschenkel, Flügel), als Putenfleisch (Schnitzel, Gulasch, Rollbraten, Rouladen) oder als verarbeitete Produkte (verschiedene Würste, Sülzen, Pasteten). Während die Teilstücke ganzjährig angeboten werden, sind die ganzen Puten von September bis März, vor allem zu Weihnachten und zum amerikanischen Thanksgiving im Handel.

Frische Puten werden im Geflügelfachhandel, aber auch in Feinkost-
geschäften und in guten Metzgereien angeboten. Die Frischware wird bei einer Temperatur von 0 bis 2 Grad gehalten, die Kühlkette sollte bis zum Verbrauch nicht unterbrochen werden. Unter diesen Bedingungen hält das Fleisch insgesamt ca. 7 Tage. Gefrorene Puten (v.a. die Teilstücke) sind mittlerweile in jedem gut sortierten Supermarkt erhältlich. Man sollte das Gefriergut langsam auftauen, am besten im Kühlschrank (für eine ganze Baby-Pute muss man dabei schon 35-38 Stunden einplanen). Auf diese Weise werden die Zellwände am wenigsten strapaziert, so dass nur geringe Mengen von Gewebesaft frei werden und das Fleisch nicht zu trocken schmeckt.

Zum Auftauen des Geflügels schneiden Sie zunächst die Verpackung auf, entfernen diese und werfen sie sofort weg. Dann legen Sie das Geflügel in ein großes Gefäß mit einem Gitter- oder Siebeinsatz, decken es zu und lassen es im Kühlschrank langsam auftauen. Nach dem Auftauen schütten Sie das Auftauwasser weg. Achten Sie dabei darauf, dass Sie es nicht mit anderen Speisen in Berührung bringen. Salmonellengefahr!

Verwendung:

Große, schwere Truthähne werden nur noch selten im Ganzen gebraten. In den USA ist das jedoch an "Thanksgiving" ein "must". Knusprig braun gebraten, meist in Kombination mit Cranberries und frischen Maiskolben, kommt dann das Prachtexemplar auf den Tisch. Bei uns bevorzugt man eher die leichten Puten, auch Baby- oder Broiler-Puten genannt. Ältere Puten finden in Eintöpfen oder Suppen Verwendung. Kleine Tiere können wie Masthühner (gefüllt oder ungefüllt) zubereitet werden.

Teile der Pute:

Brust: Mit ihrem weißen Fleisch zählt sie zu den edelsten Stücken des Truthahns und erreicht bis zu 40 % des Körpergewichts. Das Fleisch ist sehr zart und fettarm, manchmal auch etwas trocken. Man verwendet es zum einen für Schnitzel, dabei eignen sich die kleineren Innenfilets besonders für Medaillons, die Brustspitzen für Ragout. Das Brustfleisch schmeckt außerdem geschnetzelt und als Gulasch.
Keule: Ihr Fleisch ist saftig und dunkel, kräftig im Geschmack und erinnert leicht an Wild. Es ist aber von festen Sehnen durchzogen, die vor dem Garen entfernt werden müssen. Der (entbeinte) Oberschenkel eignet sich bestens für Rollbraten und zum Füllen. Der Unterschenkel wird am besten im Ganzen gebraten.
Flügel: Putenflügel werden oft bereits zerlegt angeboten. Will man sie selbst teilen, müssen – wie bei den Keulen – die Sehnen herausgezogen werden. Sie werden vor allem gebraten und gegrillt.
Leber: Sie erreicht ein Gewicht von bis zu 150 g. Ihr kräftiges Aroma kommt beim Braten am besten zur Geltung. Sie ist aber auch Zutat für Putenleberwurst, die neben Puten- und Schweinefleisch in Deutschland mindestens 15 % Putenleber enthalten muss.

Und hier finden Sie Rezepte mit Pute.

Zurück zur Übersicht

Login