Maronen: Wissenswertes und Rezepte
Herkunft und Charakteristika
Die Edelkastanie zählt zu den ältesten Nutzpflanzen, ihre Früchte werden
schon seit der Steinzeit genutzt. Man unterscheidet drei Typen: die
kleineren und weniger lang haltbaren Esskastanien mit meist dunklerer
Schalenfarbe, die größeren aromatischen Maronen, mit hellerer, glänzend
rötlich brauner Schale und die so genannten Dauermaronen.
Saison und Einkauf
Während Esskastanien und Maronen im Oktober alleine vom Baum fallen,
bleiben die Dauermaronen länger hängen und müssen Ende November
gepflückt werden. Die anderen beiden Typen sollten keinesfalls
vorzeitig vom Baum geschlagern werden. Edelkastanien sind erst dann
richtig reif, wenn die stacheligen Hüllen von selbst aufspringen. Dann
beginnt die Kastanienernte: Die reifen Früchte werden eingesammelt und,
sollen sie länger haltbar bleiben, noch getrocknet.
Achten Sie beim Kauf darauf, dass die Kastanien fest sind und keine kleinen (Wurm-)Löcher haben.
Verwendung
Vor der Weiterverarbeitung in der Küche müssen Kastanien geschält
werden; dafür schneidet man die Schale an der Spitze kreuzweise
ein
(so entweicht die Luft, ansonsten könnten sie beim Rösten platzen!) und
röstet die Früchte 15-20 Min. im Ofen, dabei wandelt sich die Stärke in
Zucker um und die Maronen werden süß. Beim Schälen sollte man auch die
innere, braune Haut entfernen, da sie sehr bitter und trocken schmeckt.
Geröstet sind sie als "heiße Maroni" beliebt, man verwendet sie aber
auch gerne für Kuchen oder Desserts. Beliebt sind
z. B. in
Frankreich die "Marrons glacés", kandierte Früchte oder Stücke, ebenso
wie süßes Maronenpüree mit Sahne. Wer es lieber pikant mag, sollte es
einmal mit Maronensuppe, -gemüse, -sauce, einer Maronenfüllung oder
-spätzle probieren.