Die besten Grundrezepte und Rezeptideen für Mürbeteig

Mürbeteig ist einer der Teig-Klassiker und aus keiner Küche wegzudenken. Kein Wunder, aus ihm lassen sich schließlich köstliche süße und herzhafte Backwaren zubereiten. Wir verraten dir, worauf du bei seiner Zubereitung achten solltest und haben unsere besten Rezepte mit Mürbeteig für dich zusammengestellt.

Die erste Begegnung mit Mürbeteig hattest du vermutlich schon in frühester Kindheit während der Adventszeit: Klassische, knusprige Ausstechplätzchen werden aus Mürbeteig zubereitet und begeistern große und kleine Zucker-Bäcker mit ihrer Butternote. Doch nicht nur für Plätzchen dient er als Grundlage: Zahlreiche Kuchen-Klassiker, wie Gedeckter Apfelkuchen, Linzer Torte oder Käsekuchen, und auch herzhafte Backwaren schmecken durch ihren knusprigen Mürbeteigboden unverwechselbar gut. 

Das Beste: Seine Zubereitung ist kein Hexenwerk und gelingt kinderleicht. 

  • Mehl wird mit Butter, einem Teil Zucker (der entfällt bei herzhaften Rezepten), Ei und einer Prise Salz vermengt und anschließend mit kalter Butter zu einem geschmeidigen Teig verarbeitet, der vor der Weiterverwendung erst einmal kühl gestellt wird. Backpulver wird in der Regel übrigens nicht als Zutat benötigt.
  • Nach dem Kühlen heißt es nun noch einmal kräftig kneten - vermutlich wird er deshalb auch Knetteig genannt.
  • Je nach Rezept wird der Teig anschließend mit einem Nudelholz auf einer bemehlten Arbeitsfläche ausgerollt und mit Förmchen ausgestochen oder beispielsweise auf den Boden einer Backform verteilt und zunächst mit Hilfe von Backpapier und getrockneten Hülsenfrüchten im vorgeheizten Backofen blindgebacken. 

Wichtig ist, dass der Knetteig recht kalt verarbeitet wird (am besten auch mit kalten Händen) und bei Bedarf immer noch einmal kurz in den Kühlschrank gelegt wird. Das gilt natürlich für den restlichen Teig, den du ggf. erst später verwendest. Ist er zu warm, reißt er schnell und lässt sich nur schwer verarbeiten.

Was du sonst noch zur Zubereitung von Mürbeteig wissen solltest, haben wir dir in unseren wichtigsten Tipps zusammengestellt:

Die besten Tipps für den perfekten Mürbeteig

1. Welches Mehl verwende ich am besten für Mürbeteig?

Mürbeteig wird ganz klassisch mit "glattem Mehl", also zum Beispiel sehr fein gemahlenem Weizenmehl, zubereitet. Ob ein Mehl glatt oder griffig - also nicht fein vermahlen - ist, ist auf der Packung angegeben. In vielen Rezepten wird gleich mit angegeben, welches Mehl für den Teig verwendet werden soll.

2. Wie lang muss ich den Teig kühlen?

Der Mürbeteig sollte mindestens eine Stunde im Kühlschrank kühlen, damit er beim Backen nicht ungleichmäßig auseinanderläuft. Im Kühlschrank kannst du ihn übrigens bis zu zwei Wochen aufbewahren. 

Direkt aus dem Kühlschrank lässt er sich vermutlich schwer verarbeiten, gib ihn ein paar Minuten Ruhe bei Zimmertemperatur, um sich zu "akklimatisieren". Dann heißt es aber zügig arbeiten, weil der Teig reißen könnte, wenn die enthaltene Butter zu warm wird. 

3. Was mache ich, wenn mein Mürbeteig krümelig ist?

Vermutlich wurde der Teig zu lange geknetet. Unsere Pannenhilfe: Drücke den Mürbeteig einfach mit den Händen in die Backform, anstatt ihn auszurollen.

4. Was mache ich, wenn mein Teig zu sehr klebt?

Streu beim Ausrollen des Teiges immer ein wenig Mehl auf die Arbeitsfläche und auf das Nudelholz, damit der Teig nicht daran festklebt. Aber nicht zu viel, sonst wird er trocken. 

5. Was mache ich, wenn mein Teig beim Ausrollen bricht?

In diesem Fall kannst du ihn einfach wieder zusammen kneten und noch etwas bei Zimmertemperatur ruhen lassen, denn vermutlich ist er einfach noch zu kalt. 

Falls das nicht helfen sollte, ist er vielleicht einfach etwas zu trocken. Pannenhilfe: Einfach 1 bis 2 TL Wasser gründlich unter den Mürbeteig kneten.

6. Was bedeutet Blindbacken?

Unter Blindbacken versteht man ein Vorbacken des Mürbeteigs, das üblicherweise durchgeführt wird, wenn der Teig einen feuchten Belag bekommen soll. Es verhindert, dass der Teig zu sehr aufgeht, unschöne Blasen wirft und matschig wird. Zum Blindbacken wird der Mürbeteig in die gewünschte Backform gegeben. Nun legst du passend zurechtgeschnittenes Backpapier darauf und bedeckst das ganze mit einer Lage getrockneter Hülsenfrüchte, z.B. Linsen oder Erbsen. Jetzt wird er - wie im Rezept angegeben - ein paar Minuten gebacken. Die Hülsenfrüchte werden anschließend gemeinsam mit dem Backpapier entfernt. Vorsicht, heiß.

Das war die Theorie, nun kommen wir zur Kür: Wir haben unseren Rezeptfundus durchforstet und uns auf die Suche nach leckeren Mürbeteig-Rezepten für dich gemacht. Bei unserer Auswahl in der Rezeptgalerie oben trifft süßer Mürbeteig auf Obst - wie wäre es mit Apfelkuchen oder Träubleskuchen - oder auch ganz viel Schokolade. Auch einige beliebte Rezepte für herzhafte Tartes oder Quiche Lorraine haben es in unsere Rezeptsammlung für dich geschafft. Nicht zu vergessen Ideen für knusprige Kekse, Butterplätzchen für den Advent und süße Teilchen wie Nussecken - einfach lecker!

Natürlich ist es auch möglich, Mürbeteig vegan oder glutenfrei zu backen: Wir haben hier noch einmal die wichtigsten Grundrezepte für perfekten Mürbeteig für dich zusammengestellt.

Wir wünschen dir viel Spaß beim Stöbern in unseren Rezepten und natürlich auch beim Backen und Naschen.

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