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Nachhaltigkeit in der Küche

Resteverwertung und Lebensmittelverschwendung

Lebensmittel wegzuwerfen ist ein großes Ärgernis und absolut unnötig. Wir geben dir einige Tipps an die Hand, wie du Reste von Nahrungsmitteln und Mahlzeiten weiterverwenden kannst und vermeidest, dass Essen schlecht wird.

Resteverwertung

Osterbrunch Einladung Einkaufszettel
Gut vorbereitet einkaufen lohnt sich

Durchschnittlich wirft jeder Deutsche pro Jahr ca. 82 Kilogramm Lebensmittel weg.1 Das ist eine ganz schöne Verschwendung und neben dem unnötigen Müll auch für deinen Geldbeutel eine zusätzliche Belastung.

Es hilft, wenn man nur das einkauft, was man wirklich in einer bestimmten Zeit verbrauchen kann.

  • Benutze einen Einkaufszettel oder eine App und mache einen Plan, was du in der Woche wann damit kochen willst.
  • Großpackungen können Geld sparen, aber bei frischen Produkten solltest du nur kaufen, was du auch zeitnah aufbrauchen kannst. Also gerade Obst, Gemüse und Fleischwaren lieber lose und in kleineren Mengen kaufen.
  • Wenn du wegfährst, gib die Produkte aus dem Kühlschrank, die in der Zeit schlecht werden könnten, an Freunde oder Nachbarn. 
Ein häufiges Missverständnis: Das Mindesthaltbarkeitsdatum heißt nicht, dass nach dessen Ablauf das Produkt weggeworfen werden muss (= Verfallsdatum), sondern, dass es MINDESTENS bis dahin haltbar ist. Die Hersteller garantieren bis zu diesem Datum gewisse Eigenschaften des Produkts wie Farbe und Geschmack.
 
Also selbst prüfen, ob es danach noch genießbar ist: Sieht es wie immer aus, riecht und schmeckt es noch gut? Trockenprodukte wie Nudeln, Reis und Linsen sind sogar noch Wochen bis Monate nach dem MHD gut. 

Richtige Lagerung von Lebensmitteln

Auch die richtige Lagerung von Nahrungsmitteln ist wichtig, um der Verschwendung Einhalt zu gebieten. Wie du häufige Fehler bei der Lagerung vermeidest:

  • Kartoffeln und Zwiebeln mögen es trocken, dunkel und kühl.
  • Eier haben auf der Packung einen Aufdruck, ab wann sie im Kühlschrank und bis wann sie verbraucht werden sollten. Nur wenn sie im Supermarkt schon gekühlt waren, solltest du die Kühlkette nicht unterbrechen und sie direkt im Kühlschrank lagern. Und auf keinen Fall vor dem Lagern waschen, das zerstört die natürliche Schutzschicht der Eier.
  • Nicht jedes Obst und Gemüse verträgt die Aufbewahrung im Kühlschrank: z. B. TomatenGurken und Bananen.
  • Auch Brot gehört nicht in den Kühlschrank, da es dort schneller altert. Besser ist ein Brotkasten oder die Papiertüte vom Bäcker.
  • Trockenvorräte wie Mehl und Haferflocken sollten (auch zum Schutz vor Lebensmittelmotten) gut verschlossen und kühl lagern. 
Süß Einmachen

Neben einer optimalen Lagerung ist auch das Haltbarmachen ein sehr guter Ansatz, Essen länger nutzbar zu machen: fermentieren, süß, sauer oder in Öl einlegen, zu Marmelade & Co. einkochen ... Außerdem ist es doch prima, in kalten Wintermonaten aromatische Beeren und sommerliche Gemüsesorten als Marmelade oder in eingelegter Form genießen zu können. Infos und Rezepte rund um das Thema Einmachen findest du auf unserer Themenseite.

Alles von Lebensmitteln verwenden

Radieschen
Von Radieschen kann quasi alles verwendet werden

Oft werden Teile von Gemüse oder Nutztieren weggeschmissen, die man genauso gut für ein Gericht nutzen könnte. Unser Tipp lautet deshalb, so gut es geht, alles zum Kochen zu benutzen.

Wenn du zum Beispiel Gemüse wie Möhren und Radieschen kaufst, kannst du auch die Blätter verwenden, z.B. kannst du aus Radieschengrün noch leckere Radieschensuppen machen oder Pesto aus Möhrengrün. Aus Kohlrabiblättern lassen sich leckere Salate zaubern oder Suppen kochen. Oder du gibst die Blätter jemandem mit Kleintieren: Hasen & Co. freuen sich über das Grünzeug.

Bei Fleisch sind viele Menschen versucht, immer nur Filet und die besten Teile zu verwenden. Doch wenn die Tiere schon geschlachtet werden, sollten wenigstens auch alle Teile konsumiert werden.

Schon unsere Großmütter haben auch Rezepte für die weniger populären Stücke gekocht, etwa aus Nieren und Leber. Probier dich doch auch mal an so einem Klassiker und freu dich über ganz neue Geschmackserlebnisse.

Resteverwertung

Im Alltag kann es passieren, dass man für bestimmte Rezepte nicht alles benötigt, was man dafür eingekauft hat, oder dass Reste von Mahlzeiten übrig bleiben. Wenn einfrieren keine Option ist, haben wir hier noch ein paar weitere Ideen für dich gesammelt.

Brotreste verwerten

Statt wegschmeißen lautet die Devise: Reste verbrauchen! Das klappt z. B. gut mit altbackenem Brot: Daraus lassen sich noch Semmelbrösel, Brotchips, Croutons und sogar ganze Gerichte wie Brotsuppe oder Armer Ritter zaubern.

In unserer Rezeptsammlung "Resteverwertung: Altes Brot verarbeiten" findest du noch weitere Inspirationen.

Überreifes Obst verwerten

Was tun, wenn man beim Obst verpasst hat, alles rechtzeitig zu verbrauchen? Überreifes Obst kann noch gut als Zutat für Smoothies, Marmeladen oder Bananenbrot genutzt werden.

In unserer Rezeptsammlung "Überreifes Obst verwerten" zeigen wir dir die besten Tipps und Rezepte dafür.

Reste von Reis, Kartoffeln & Co.

Was kann man machen, wenn man vom Vortag noch große Mengen Reis oder Kartoffeln übrig hat? Wegschmeißen willst du sie bestimmt nicht, aber so alleine ist es schon eine etwas trockene Angelegenheit.

Kein Problem ab jetzt für dich: Schau dich in unseren Rezeptsammlungen für Bratreis, Curryreis und Bratkartoffeln um! Da ist bestimmt auch ein für dich neues Rezept dabei. Gerade aus gekochten Kartoffeln kann man noch so viel machen: Salat, Kartoffelpfannen, Gratin ...

Gekochten Reis und Couscous kann man außerdem dafür benutzen, Paprika oder Kürbis damit zu füllen. Leckere Resteverwertung vom Feinsten! 

Plätzchenreste

Plätzchen Resteverwertung
In der Weihnachtsbäckerei

Wenn du es in der Weihnachtsbäckerei mal etwas zu gut gemeint hast und Verwandte und Freunde gar nicht hinterherkommen mit dem Aufessen, haben wir auch noch einige Tipps für die Plätzchenresteverwertung: Wie wäre es mit Bröselboden für Käsekuchen, Schoko-Crossies aus Keksen oder einem Weihnachtsgratin?

Auf unserer Themenseite zum Thema Weihnachtsplätzchen findest du viele köstliche Rezepte für die ultimative Resteverwertung.

Raclette-Reste

Da wir schon beim Thema Dezember sind: Sehr beliebt an Weihnachten und Silvester ist Raclette. Doch was macht man mit den ganzen Raclette-Resten?

Man schafft es ja nur selten, die genau richtige Menge an Gemüse, Fleisch und Käse vorzubereiten, meistens kalkuliert man etwas zu großzügig. Die Gäste sollen ja schließlich nicht hungrig nach Hause gehen.

Unsere Tipps für Raclette-Überbleibsel deshalb:

Raclette Rezepte
  • Am nächsten Tag gibt es einfach nochmal Raclette!
  • Käse lässt sich auch problemlos einfrieren und bei Gelegenheit zum Überbacken von Aufläufen & Co. nutzen.
  • Gratins und Aufläufe mit den Resten machen: einfach die geschnippelten Gemüse-Zutaten in eine Auflaufform geben, ggf. mit Kartoffeln oder Nudeln auffüllen, eine leckere Sahnesauce hinzugeben und mit dem restlichen Raclette-Käse überbacken.

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