Diät-Mythen – Hartnäckige Weisheiten aus dem „Diät-Alltag“: Teil 1

Es gibt nicht nur zahlreiche populäre Diäten, die eine Traumfigur ganz ohne Anstrengung versprechen, sondern auch so manch einen Diät-Mythos, der sich hartnäckig in den Köpfen hält.

 

 

Wir haben uns die bekanntesten Diät-Mythen etwas genauer angeschaut und klären auf, warum wir uns von ihnen die Lust am Essen und Genießen nicht verderben lassen müssen.

Fett macht dick

Wir können nicht genau sagen, seit wann dieses Gerücht die Runde macht, Tatsache ist aber: Viele denken dass gegessenes Fett direkt auf die Hüften wandert. Das ist natürlich Blödsinn. Unser Körper kennt diese Theorie nicht. Ihm ist es egal, woher die Kalorien stammen, die wir tagtäglich zu uns nehmen. Eine Kalorie ist eine Kalorie ist eine Kalorie. Am Ende gilt nur: Wer mehr Kalorien zu sich nimmt, als er verbraucht, nimmt zu.

Und hier kommen wir der Ursache des Gerüchtes schon auf die Spur. Ein Gramm Fett enthält tatsächlich doppelt so viele Kalorien wie ein Gramm Eiweiß oder ein Gramm Kohlenhydrate. Eine halb so große Portion liefert also bereits die gleiche Menge an zugeführter Energie. Das Geheimnis einer schlanken Figur: Fettarm genießen, aber nicht fettfrei.

Light-Produkte machen schlank

Dass diese Diät-Theorie nicht aufgeht, zeigt allein ein kurzer Blick ins Land der Light- und Low-Fat-Produkte: Amerika. Trauriger Hintergrund: Fett ist nun mal ein wichtiger Geschmacksträger. damit fettarme Produkte überhaupt gut schmecken, wird ihnen oftmals Zucker zugesetzt, so dass sie am Ende nicht selten mehr Kalorien haben als ein nicht fettarmes Lebensmittel. Kommt dann noch der Effekt hinzu, dass man sich von einem fettarmen Käse ja gerne ein, zwei Scheiben mehr aufs Brot legen kann, weil er ja so gesund ist, kann es ganz schnell und überhaupt nicht leicht zu einer Kalorienexplosion kommen.

 

Vegetarier sind schlanker

Wir wissen nicht, wer diesen Diät-Mythos in die Welt gesetzt hat, müssen aber auch hier eindeutig widersprechen: Man kann von jedem Lebensmittel zunehmen, wenn man zu viel davon isst. Ja, auch Bio-Schokolade kann dick machen! Und auch Vegetarier leben nicht automatisch fettärmer oder gar „dünner“ nur weil sie auf Fleisch verzichten. Auch fleischlose Gerichte können frittiert sein oder zu viel Öl oder Käse enthalten. Und Fleisch sollte generell nicht einfach aus Schlankheitswahngründen verteufelt werden: Fleisch enthält viel Eiweiß und wichtige Nährstoffe. Fettarme Fleischsorten wie Rinderfilet und Putenbrust passen perfekt in eine gesunde Ernährung.

Wer schlank sein will, muss fünf Mahlzeiten essen

Auch hier gilt wieder: Am Ende zählt nicht, wie oft ich esse, sondern wie viel Energie ich zu mir nehme und wie viel ich davon wieder verbrauche. Jeder sollte für sich selbst herausfinden wie viele Mahlzeiten er braucht, um fit und ohne Heißhungerattacken durch den tag zu kommen.

 


Diät-Mythen Teil II

Diät-Mythos:"light" macht schlank

"Light" klingt gut, ist aber leider kein geschützter Begriff. Steht auf einem Lebensmittel der vielversprechende Ausdruck "30 % weniger" bedeutet das also leider noch lange nicht, dass dieses Produkt wirklich leicht ist. 30 % weniger von einem Vergleichsprodukt das beispielsweise viel Fett und Zucker enthält, machen immer noch kein "schlankes" Produkt.

Auf den Inhalt kommt es an...

Gewöhnen Sie sich an, einen kurzen Blick auf die Zutatenliste zu werfen. Ein bekannter Koch hat mal gesagt: "Ich mag nichts, wo viel drauf steht." Ein wunderbar simpler Satz, der wirklich der Suche nach guten Produkten hilft. Je klarer und überschaubarer die Zutatenliste eines Produktes ist, je weniger Zutaten wie Süßungsmittel, Verdickungsmittel, farb- und Konservierungsstoffe oder naturidentische Aromen sie enthält - desto besser! Greifen Sie zu!

Rätselraten: Fettangabe bei Käse

Bei Käse wird der Fettgehalt üblicherweise als "Fett in Trockenmasse" angegeben. Wirklich schlauer macht das kaum einen Verbraucher. Was steckt dahinter? Da Käse während der Lagerung Wasser und damit natürlich auch Gewicht verliert, ändert sich auch sein absoluter Fettgehalt. Die Trockenmasse hingegen ändert sich nicht, deshalb ist die Angabe ihres Fettgehaltes genauer. Aber aufgepasst: Frischkäse oder Weichkäse enthalten weniger Trockenmasse als ein Hartkäse, lassen sich also nicht einfach miteinander vergleichen. Einfache Formeln helfen, den tatsächlichen Fettgehalt berchnen zu können:

Frischkäse:       Fett i. Tr. x 0,3 = abs. Fettgehalt

Weichkäse:      Fett i. Tr. x 0,4 = abs. Fettgehalt

Schnittkäse:     Fett i. Tr. x 0,3 = abs. Fettgehalt

Hartkäse:         Fett i. Tr. x 0,3 = abs. Fettgehalt

Beispiel: Ein Frischkäse mit 60 % Fett i.Tr. hat demnach einen absoluten Fettgehalt von 18 %, hingegen hat ein Weichkäse mit dem gleichen Anteil Fett i. Tr. einen absoluten Fettgehalt von 30 %.