Rezepte, Tipps & Ideen

Küchenkräuter

Sie sind die Geheimzutat der meisten Rezepte: frische Kräuter! Wir stellen dir hier die beliebtesten Küchenkräuter vor und verraten dir, welche Rezepte du mit ihnen verfeinern kannst. Außerdem geben wir dir praktische Tipps an die Hand, mit denen du dir deinen eigenen kleinen (Küchen-)Kräutergarten anlegen und pflegen kannst. So sind die kleinen Aroma- und Duftwunder für dich das ganze Jahr über jederzeit verfügbar.

Küchenkräuter

Die wichtigsten Küchenkräuter im Überblick

Küchenkräuter Basilikum

Basilikum

Es ist wohl das bekannteste Kraut Italiens und begeistert auch bei uns mit seinem würzigen Geschmack. Es gilt: je kleiner die Blätter, desto intensiver ist ihr Aroma. Basilikum sollte übrigens nicht mitgegart oder eingefroren werden. Gib es immer frisch zu den Gerichten.

Küchengötter Bohnenkraut

Bohnenkraut

Hier ist der Name Programm: Bohnenkraut passt wunderbar zu Bohnen, aber auch Zucchini, Blumenkohl, Sauerkraut und Kartoffelsuppen lassen sich toll mit ihm würzen. Es wir 30 bis 40 cm hoch. Ernte es am besten vor oder während der Blütezeit, da sein Aroma dann am intensivsten ist.

Küchenkräuter Dill

Dill

Du erkennst ihn an seinem fein gefiederten Blättern. Dill ist der Klassiker zu Gurken, Fisch und auch Senf. Wusstest du, dass er sein Aroma am besten entfaltet, wenn du ihn mit etwas Säure und Zucker kombinierst? Bitte gare Dill nicht mit, sondern gib ihn immer fisch zu den fertigen Gerichten.

Küchenkräuter Estragon

Estragon

Sein frischwürziger, bittersüßer Geschmack ist unvergleichlich und aus der französischen Küche nicht wegzudenken. Sein volles Aroma entfaltet er erst beim Kochen. Er passt wunderbar zu Artischocken, Erbsen, Pilzen und Gurken und würzt Fisch, Muscheln, Geflügel und Lamm. Er hat einen recht markanten Geschmack, weshalb er in Verbindung mit anderen Kräutern nur in kleiner Dosierung verwendet werden sollte.

Küchenkräuter Kerbel

Kerbel

Kerbel erinnert auf den ersten Blick an glatte Petersilie, hat aber viel filigranere Blätter. Er verleiht Suppen und Salaten, Fisch und Gemüse einen süßlich frischen, leicht anisartigen Geschmack. Du solltest ihn grundsätzlich nicht mitgaren, sondern erst am Ende des Garprozesses zugeben. Kerbel ist bekannt dafür, das Aroma anderer Kräuter zu verstärken – so ist er z. B. neben Schnittlauch und Estragon fester Bestandteil der französischen Kräutermischung Fines herbes.

Küchenkräuter Liebstöckel

Liebstöckel

Wusstest du, dass seine Blätter beim Zerreiben einen Duft abgeben, der an "Maggi" erinnert? Auf der Zutatenliste der bekannten Würze findest du ihn aber trotzdem nicht. Sein intensiver Geschmack ist aber Grund dafür, dass du Liebstöckel immer nur vorsichtig dosieren solltest. Er passt zu deftigen Suppen und Eintöpfen, Tafelspitz, Kalb, Geflügel, gekochtem Fisch und Forelle und auch an Salate. Er gehört zu den Kräutern, die mitgekocht werden können.

Küchenkräuter Majoran

Majoran

Majoran hat ein sehr kräftig würzigen Geschmack und passt ideal zu deftigen Gerichten mit Kohl, Hülsenfrüchten und fettem Fleisch. Auch Leber- und Blutwurst werden typischerweise mit ihm gewürzt. Du kannst ihn in getrockneter Form verwenden oder auch Mitkochen.

Küchenkräuter Minze

Minze

Ihr erfrischendes Aroma ist unverwechselbar. Wusstest du, dass es rund 20 verschiedene Arten gibt? In der Küche kommen vor allem die Pfefferminze und die Grüne Minze zum Einsatz. Sie schmeckt als Erfrischungsgetränk, im allgegenwärtigen Pfefferminztee, in feinen Süßspeisen und verfeinert auch noch Fleisch- und Fischgerichte.

Küchenkäuter Oregano

Oregano

Er wird auch wilder Majoran und Dost genannt. Getrockneter Oregano hat ein intensiveres Aroma als die frische Variante. Eines haben beide gemeinsam: Erst durch Hitze entfaltet sich das dezent bittere Aroma. Oregano ist unverzichtbar für eine gute selbst gemachte Tomatensauce und gilt außerdem als DAS Pizzagewürz schlechthin.

Küchenkräuter Petersilie

Petersilie

Kaum ein anderes Kraut passt geschmacklich zu so vielen anderen Zutaten und ist bei Klein und Groß gleichermaßen beliebt. Krause Petersilie wird klassisch zum Dekorieren von Gerichten verwendet, glatte Petersilie hingegen zum Darüberstreuen für Salate, für Petersilienkartoffeln oder auch das orientalische Taboulé. Ihren Geschmack kann man als würzig beschreiben, er erinnert an Sellerie und Muskat.

Küchenkräuter Rosmarin

Rosmarin

Rosmarin ist bekannt für seine feinen Nadeln und erinnert vor allem Kinder oft an Tannenzweige. Roh wird er eher selten verwendet, du kannst die Zweige aber wunderbar mitschmoren oder mitbraten, so dass sie ihr herrlich würziges Aroma abgeben. Oder du streifst die Nadeln ab, hackst diese sehr fein und kochst sie mit. Geschmacklich passt er hervorragend zu Lamm, Geflügel und sonnengereiftem Gemüse.

Küchenkräuter Salbei

Salbei

Salbei erkennst du an seinen filzigen, stark behaarten Blättern und seinem intensiv-würzigen, fast bitteren Aroma. Er entfaltet seinen herrlich mediterranen Geschmack am besten, wenn du ihn in Butter oder Öl brätst. Übrigens: Seine kleinen, blass-blauen Blüten kannst du wunderbar zum Dekorieren von Speisen verwenden, sie schmecken köstlich. 

Küchenkräuter Schnittlauch

Schnittlauch

Schnittlauch hat ein frisch-würziges, dezent scharfes Aroma und verleiht Gerichten eine leichte Zwiebelnote. Achte darauf, ihn immer frisch zu verwenden. Bereits geschnittener Schnittlauch nimmt schnell einen muffigen Geschmack an.

Küchenkräuter Thymian

Thymian

Thymian wird vor allem in mediterranen Gerichten gerne verwendet, passt gut zu Fleisch, Fisch und Gemüse. Unser Tipp: Probiere ihn unbedingt auch einmal zu Kürbis. Du kannst entweder ganze Zweige mitschmoren oder die feinen Blätter abstreifen und mitgaren. Du liebst Zitrusaroma? Dann probiere unbedingt einmal auch Zitronenthymian mit seiner frischen Note aus.

Küchenkräuter Zitronenmelisse

Zitronenmelisse

Sie ist berühmt für ihr Zitrusaroma, das sie bereits entfaltet, wenn du ihre Blätter ganz leicht zwischen deinen Fingern reibst. Zitronenmelisse findet auch dort überall Verwendung, wo sonst Zitronensaft oder -schalen gefragt sind. Zerkleinere die Blätter bei der Verwendung nur leicht und gare die Melisse auf keinen Fall mit. Ganze Blättchen kannst du als Garnitur für Desserts, Obstsalate, Bowlen und Liköre verwenden.

Kräuterstark: Pesto 3-mal anders

Rezepte für Desserts mit Kräutern

Häufig gestellte Fragen & Tipps

Wo stehen Küchenkräuter am besten?

Küchenkräuter mögen Licht, du solltest sie am besten auf eine helle Fensterbank, z. B. direkt in deiner Küche, stellen. So hast du auch nur einen kurzen Weg, um sie frisch fürs Kochen zu ernten. Du hast einen Balkon? Wunderbar, auch dort fühlen sie sich richtig wohl, am meisten, wenn sie es auch sonnig haben. Gleiches gilt natürlich, wenn du einen eigenen Garten hast, in dem du deine Gewürzkräuter anpflanzen kannst.

Welcher Boden ist am besten für Küchenkräuter?

Im Baumarkt erhältst du spezielle Kräutererde. Sie ist zwar meist etwas teurer als die, die für Zimmerpflanzen gedacht ist, sie ist aber an die Bedürfnisse der Kräuter angepasst. Du wirst sehen, sie gedeihen darin besser.

Wie hält man Küchenkräuter?

Du solltest deine Kräuter nicht weiter in den Töpfen halten, in denen du sie gekauft hast, sondern in größere Töpfen umpflanzen. Für mediterrane Kräuter am besten Tontöpfe verwenden, da diese Feuchtigkeit gut aufsaugen und die Erde trocken halten. Basilikum, Koriander und unsere heimischen Kräuter fühlen sich hingegen in Plastikgefäßen wohler. In ihnen bleibt die Erde nämlich länger feucht. Genau so, wie es Petersilie, Schnittlauch & Co. mögen.

Welche Küchenkräuter kann ich nebeneinander pflanzen?

Sollen die Kräuter beispielsweise gemeinsam in einem Blumenkasten angepflanzt werden, solltest du darauf achten, dass sie gleiche Bedürfnisse an ihren Boden haben: Unsere heimischen Kräuter vertragen sich nicht so gut mit mediterranen oder orientalischen Kräutern, da sie es lieber feucht mögen. Aber nicht immer gilt die Regel "gleich und gleich gesellt sich gern": Viele Minzearten sind untereinander nicht verträglich, du solltest sie lieber einzeln pflanzen. Und Borretsch und Liebstöckel benötigen sehr viel Platz und mögen es lieber, alleine gepflanzt zu werden.

Wann soll ich Küchenkräuter am besten ernten?

Fertig gekaufte Kräutertöpfe können meist sofort geerntet werden, selbst gesäten Pflanzen solltest du Zeit zum Wachsen geben. Der beste Erntezeitpunkt für Kräuter, die frisch verwendet werden sollen, ist übrigens morgens, wenn die Pflanzen noch voller Saft sind. Du möchtest Kräuter ernten, um sie zu trocknen? Dann achte darauf, dass sie kurz vor ihrer Blüte stehen oder bereits blühen, da sie hier voller Aroma stecken. Ernte die Kräuter zum Trocknen am besten nachmittags.

Wie erntet man die Küchenkräuter richtig?

Wichtigste Grundregel: Kräuter sollten mit der Schere oder einem Messer abgeschnitten werden, beim Abrupfen würden die Stängel zerquetscht werden. Eine Ausnahme bildet der Basilikum mit seinen empfindlichen Blättern: Die Pflanze erholt sich am besten von der Ernte, wenn die Blätter vorsichtig mit den Fingern abgeknipst werden.

Warum gehen meine Küchenkräuter immer ein?

Hast du sie nach dem Kauf in einen größeren Topf umgepflanzt? Stehen sie hell genug? Lies dir am besten unsere Tipps weiter oben durch und überprüfe, ob du irgendetwas bei deiner Kräuterzucht nicht bedacht hast. 

Wie bewahre ich geerntete Kräuter richtig auf?

Oft werden Kräutersträuße wie ein Blumenstrauß in eine kleine Vase oder ein Glas mit Wasser gestellt. So bleiben sie aber leider nicht sehr lange frisch, da die Zimmertemperatur sie schnell welken lässt und ihr Aroma verfliegt. Die bessere Methode ist, die Kräuter in einen Plastikbeutel zu stecken, diesen wie einen Luftballon aufzublasen und dann in den Kühlschrank zu legen. So bleiben sie tatsächlich bis zu vier Tage frisch. Probiere es mal aus. Eine andere beliebte Aufbewahrungsart ist, sie in ein feuchtes Küchentuch zu wickeln und so in einen Plastikbeutel zu geben, den du dann im Gemüsefach deines Kühlschranks aufbewahren musst.

Kann ich Kräuter einfrieren?

Ja, das ist wirklich eine tolle Möglichkeit, sie Monate lang aufzubewahren. Unser Tipp: Friere sie mit Hilfe eines Eiswürfelbehälters am besten portionsweise ein: Wasche die Kräuter, schneide sie klein, gib sie in die Fächer des Behälters und gieße alles mit Wasser auf. Du verwendest deine Kräuter gerne gemischt? Kein Problem: Du kannst sie natürlich auch bereits gemischt, ganz nach deinem Geschmack, einfrieren. Basilikum lässt sich am besten tiefkühlen, indem du ihn mit etwas Wasser pürierst und erst dann in den Eiswürfelbehälter gibst. Ist alles gefroren? Dann fülle deine Kräuter-Eiswürfel (nach Sorten getrennt) in einen Gefrierbeutel um und bewahre sie bis zur Verwendung im Tiefkühlschrank auf. Vergiss nicht, den Beutel zu beschriften.

Welche Küchenkräuter passen zusammen?

Hier entscheidet vor allem dein Geschmack. Als Faustregel kannst du dir aber merken, dass sich mediterrane Kräuter wunderbar miteinander kombinieren lassen, genauso wie unsere heimischen Kräuter toll miteinander kombiniert werden können. Der beste Beweis: die berühmte Frankfurter Grüne Sauce, die gleich sieben verschiedene Kräuter enthält.

Welche Kräuter gehören in die grüne Sauce?

In das Originalrezept der Frankfurter Grünen Sauce gehören sieben Kräuter: Borretsch, Kerbel, Kresse, Pimpinelle, Petersilie, Sauerampfer und Schnittlauch. In gut sortierten Supermärkten, auf dem Wochenmarkt oder beim Gemüsehändler kannst du sie oft bereits fertig gemischt kaufen. Oder du kaufst die Kräuter, die du nicht zu Hause sowieso selber anpflanzst, einfach noch dazu.

Welche Küchenkräuter braucht man?

Auch hier entscheidet dein Geschmack, kein Kraut ist ein Muss. Suche deine Kräutertöpfe danach aus, welche du oft für Rezepte bzw. deine Lieblingsgerichte benötigst. Die Klassiker schlechthin sind vermutlich Basilikum und Petersilie.

 

Weitere Rezepte, Tipps & Ideen

Login