Eines versprechen wir dir: Nach unseren Tipps und Tricks wirst du dein Hähnchenbrustfilet wohl nie wieder einfach so in die Pfanne hauen.

Wir geben dir einen Überblick über die wichtigsten Garmethoden von Geflügel im Alltag:

  • Aus dem Ofen
  • Braten
  • Kochen
  • Grillen
  • Bei Niedrigtemperatur garen
  • Aus dem Sous-vide-Garer
  • Aus dem Beefer

Die zwei wichtigsten Faktoren: Exaktes Timing und die richtige Temperatur. Diese kannst du je nach Garmethode besser oder schlechter kontrollieren. Das Wichtigste ist jedoch, dass das Fleisch von innen noch schön saftig ist. Aber aufgepasst: Es muss vollständig gegart sein, da im Gegensatz zu Rind- oder Schweinefleisch Hähnchenfleisch nicht roh verzehrt werden darf.

Allgemein gilt: Je heißer das Hähnchenbrustfilet gegart wird, desto mehr Flüssigkeit verliert es. Hier ist also Fingerspitzengefühl gefragt. Neben dem Flüssigkeitsverlust, verändert sich auch die Textur des Fleisches, je heißer es zubereitet wird.

Woran lässt sich die Qualität von Geflügel erkennen?

Die Qualität von Geflügel kannst du u.a. von seiner Handelsklasse ableiten. Aber auch freiwillige Angaben, wie z.B. die Haltungsform, die Fütterungsart und das Kühlverfahren, geben dir zusätzliche Informationen über den Zustand des Tieres.

Darüber hinaus kannst du beim Fleischkauf auf Farbe, Geruch und Faserstruktur achten: Frisches Geflügel erkennst du insbesondere daran, dass es gut ausgeblutet und gerupft sein sollte und eine saubere, unverletzte Haut aufweist. 
Frisches Geflügelfleisch sollte frisch und typisch nach Geflügel riechen. Von Produkten, die einen süßlichen oder anderen intensiven, unangenehmen Geruch ausströmen, solltest du die Finger lassen.

Optisch lässt sich die Qualität von Geflügel daran erkennen, dass sich das Fleisch fest und nicht schwammig oder schmierig anfühlt. Je nach Tierart, Alter, Fütterung und Körperteil variiert auch die Farbe von frischem Geflügelfleisch. Allgemein lässt sich sagen, dass das Brustfleisch am hellsten ist, während Schenkel, Flügel und Keulen eine dunklere Farbe aufweisen. Gans und Ente verfügen über dunkleres Fleisch als Pute oder Hähnchen.

Wie lagere ich Geflügelprodukte richtig?

Hast du dich für Geflügelprodukte entschieden ist es wichtig, diese auf dem Weg nach Hause kalt zu halten (z.B. mit Hilfe einer Kühltasche). Zu Hause solltest du dann die Kühlempfehlung auf der Verpackung einhalten. Besitzt dein Kühlschrank ein Null-Grad-Fach kannst du die Produkte problemlos dort aufbewahren. Ansonsten kannst du sie auf der untersten Glasplatte gleich über dem Gemüsefach lagern, da es sich hierbei um das kälteste Fach im Kühlschrank handelt.

Wie lange hält sich Geflügel?

Im Gegensatz zu anderen Lebensmitteln, die mit einem Mindesthaltbarkeitsdatum versehen werden, werden rohes Fleisch und Geflügel mit einem Verbrauchsdatum versehen: Bis zu diesem Datum musst du es verarbeitet haben, danach darf es nicht zubereitet werden.

Frierst du es dagegen direkt ein, gilt das Verbrauchsdatum nicht: Wie lange die eingefrorene Ware dann haltbar ist, hängt u.a. von der Lagertemperatur und der Fleischart ab.

Wie bereite ich Geflügelfleisch richtig zu?

Grundsätzlich solltest du zum Schneiden von rohem Geflügel andere Bretter und Messer benutzen als etwa zur Zubereitung der Beilagen, wie z.B. einem Salat, oder von gegarten Lebensmitteln. Achte darauf, dass die Bretter eine glatte Oberfläche besitzen. Wenn sie schon relativ alt und von Einschnitten ganz zerfurcht sind, solltest du dir neue anschaffen, da sich in den Rillen die Keime besser ansiedeln können. Nach dem Benutzen der Bretter und Messer solltest du diese gründlich reinigen.

Geht es dann an das Braten, solltest du darauf achten, dass es im Inneren warm genug geworden ist. Dies bedeutet, dass es für mindestens zwei Minuten bei mindestens 70 °C gebraten werden sollte. Tipp: Um keine Zweifel zuzulassen, kannst du ein Fleischthermometer benutzen.

Wir als Verbraucher erkennen auch, ob Geflügel gar ist, wenn wir es durchschneiden: Es muss dann durchgehend weiß aussehen.

Nach der Zubereitung – Wie reinige ich die Küchenhelfer richtig?

Nach der Zubereitung solltest du die benutzten Küchenhelfer möglichst heiß abspülen. Im Gegensatz zu Holzbrettern kannst du Kunstbretter problemlos in die Spülmaschine stellen. Hier ist ein Spülprogramm ab 60 °C zu empfehlen. 
Wer keine Spülmaschine hat, sollte Bretter und Messer erstmal mit heißem Wasser abwaschen, bevor zu Schwamm, Lappen und Bürste gegriffen wird. 

Wichtig ist natürlich auch, dass du dir möglichst oft und sorgfältig die Hände wäschst.

Reste verwerten

Was von deinem Gericht übrig bleibt, sollte möglichst schnell abkühlen. Bei größeren Mengen empfehlen wir, sie auf mehrere flache Schalen zu verteilen, damit sie schneller erkalten. Gut verpackt kannst du sie dann in den Kühlschrank stellen und sollten innerhalb von zwei bis drei Tagen verbraucht werden.